Human Resource Management Personalgewinnung

So kann die HR-Präsenz in sozialen Netzwerken gelingen (Teil 1)

Social  Media ist in aller Munde. Doch welches sind die Voraussetzungen für eine Präsenz, für wen macht sie Sinn und für wen weniger? Diese zehn Fragen und Ihre Antworten helfen, mehr Klarheit zu schaffen und das Wesentliche zu fokussieren. (Teil 1)

Die nachfolgenden Empfehlungen und Sichtweisen sind zuweilen etwas gar pointiert und kompromisslos. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken aber zumindest nur dort warnen, wo es um völlig fehlende Voraussetzungen oder Know-how geht, welches erfolgsentscheidend ist. Zudem möchten wir hier auch einen Kontrapunkt setzen zur vielerorts recht euphorischen, wenig differenzierten und unkritischen Haltung gewisser Interessengruppen zu Social Media-Fragen im HR. 

Hält sich Ihre Zielgruppe wirklich im Netzwerk auf?

Die wichtigste Frage überhaupt. Müssen Sie sie mit nein beantworten, sollten sie andere Netzwerke evaluieren. Wer froh sein kann, monatlich ein halbes Dutzend sich auf die Facebookseite verirrende Besucher zu erhalten, treibt einen kaum im Verhältnis zum Resultat stehenden Aufwand. Alter, Informationsverhalten, Medienkompetenzen und Ihr Unternehmensimage sind einige Kriterien zur Beantwortung. Sprechen Sie auch Ihre Bewerber und Mitarbeiter darauf an und analysieren Sie Ihre Konkurrenz. 

Wen wollen Sie ansprechen?

Eine Allerweltspräsenz für jedermann wird kaum erfolgreich sein. Definieren Sie ein oder zwei Zielgrupppen, die Sie primär ansprechen möchten – dies können Talente, Hochschulabsolventen, junge Stelleninterssierte oder Fachkräfte und mehr sein. Nur mit klar definierten Zielgruppen kann auch die Präsenz und damit die Kommunikation ein klares Profil erhalten, durch welche Ihr Auftritt interessant und gehaltvoll und wird ihr sein Ziel erreicht.

Kennen Sie die Ziele und Aufgaben Ihrer Präsenz?

Nur ein Dabeisein, weil es alle anderen auch tun, genügt nicht. Sie müssen klare Ziele und Vorstellungen haben, was Sie erreichen wollen. Ist Ihre Präsenz nur für die Rekrutierung gedacht oder auch für das Employer Branding? Welche Aufgaben und Ziele haben Sie und wie klar und gut abgestimmt sind diese aufeinander? Ein einfaches Ziel kann sein: „Wir möchten unsere jungen Bewerber direkter und dynamischer ansprechen und dort unser Arbeitgeber-Image modernisieren und verbessern“.

Verfügen Sie über mediengerechte Inhalte?

Social Media erfordert bestimmte Inhaltsformate und die Anwendung und Kenntnis von Instrumenten, die zur Plattform passen und die Erwartung der Teilnehmer und Zielgruppen
– und die Ihrigen – erfüllen. Podcasts, Chatelemente, Fotoinformationen und mehr sind einige Beispiele mediengerechter Inhalte – und interessante Ideen. Ein konkretes Beispiel: Die Kenntnis eines Plugins wie „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“, welches den Netzwerkgedanken sinnvoll nutzt. Und noch ein Punkt: Mit Marketingphrasen punktet man nicht, mit authentischen und eigenständigen Informationen und Interaktionen umso mehr.

Haben Sie die personellen und zeitlichen Ressourcen?

Die Pflege ist aufwändig. Nur eine aktuelle Seite, die mit Neuerungen überzeugt, Fragen beantwortet und interessante Inhalte aufweist, kommt an. Haben Sie weder Personal noch Zeitressourcen, sollten Sie Facebook und andere Social Media Aktivitäten zurückhaltend angehen oder wohl noch besser, auf später verschieben. Seien Sie sich bewusst: Verwaiste und veraltete Facebookseiten sind kontraproduktiv und können Ihnen schneller schaden, als Sie meinen.

Sind Sie sich bewusst, dass Netzwerke Dialoginstrumente sind?

Wer meint, nur schon das Veröffentlichen von einigen „Hallo-ihr-da-draussen“-Mitteilungen und Headlines neuer Stellenangebote reiche, ist sich des Dialogcharakters von Facebook & Co. nicht bewusst. Nur wer mit Interessenten ins Gespräch kommt, Fragen beantwortet, bereit ist, sich auch der Kritik zu stellen, Meinungen austauscht oder gar aktiv Diskussionen zu interessanten Themen initiiert, erweckt seine Facebook-Präsenz zu Leben.

Hier geht es zum Teil 2

 


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