Mitarbeiterbefragungen: Wie Fragen gültige Antworten bringen

Die Validität betrifft die Frage, „ob
ein Messinstrument auch tatsächlich das misst, was es messen soll“ oder
eine Frage betrifft, deren Antwort  die
gewünschte Information liefert. Die Validität ist ein Mass für die inhaltliche
Gültigkeit einer Untersuchung und deren Ergebnisse.
Es wurden in einigen
Untersuchungen und Forschungen Validitätseinschränkungen und –beeinflussungen
untersucht. Einige für Mitarbeiterbefragungen interessante, aber nicht vollständige,
Punkte sind die folgenden:

  •  Je geringer die Beziehung einer
    Frage zu beobachtbarem Verhalten, umso geringer ist die Gültigkeit der Angaben.
  • Je weniger man annehmen kann, dass
    ein Befragter bereits über eine Frage reflektiert hat, umso geringer ist die
    Gültigkeit.
  •  Je weniger bewusst dem Befragten
    der Gegenstand einer Frage ist und je weniger rational das Verhalten ist, umso
    geringer ist die Gültigkeit.
  •  Je eher der Befragte eine Frage
    als Bedrohung empfindet, umso geringer ist die Gültigkeit.
  • Fragen über gegenwärtige
    Sachverhalte besitzen eine höhere Gültigkeit als Fragen über Vergangenheit und
    Zukunft.
Interessant
ist ferner, dass bei den
folgenden, in Mitarbeiterbefragungen häufig verwendeten, Fragearten in
der
nachfolgenden Reihenfolge zugleich jeweils abnehmende Gültigkeit
bezüglich Anwortzuverlässigkeit, Antwortbereitschaft und Antwortqualität
zu beobachten ist:
1.
Tatsachenfragen
2. Beurteilungsfragen
(Abgabe eines subjektiven Urteils)
3. Einstellungsfragen
4. Meinungsfragen 
Aua
Werner Bösch:
„Praxishandbuch
Mitarbeiterbefragungen“
Erschienen im
PRAXIUM-Verlag, Zürich
CHF 69.00 Mit CD-ROM und vielen
Vorlagen und Fragebögen, davon ein Fagebogen von A-Z formuliert, gestaltet und
strukturiert sofort übernehmbar.
ISBN 978-3-9523596-4-8

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