Personalentwicklung

Worauf es beim modernen und ganzheitlichen Wissensmanagement ankommt

Beim Wissensmanagement geht es im Ansatz darum, Wissen zu gestalten, zu lenken, zu organisieren und zu verteilen, also erworbenes Wissen allen Mitarbeitenden zugänglich zu machen und es zu pflegen. Doch das ist nicht alles, wie dieser Beitrag verrät.
Dabei spielt die Wissensmultiplikation eine zentrale Rolle, um den umfangreichen Erfahrungsschatz in Unternehmen optimal verfügbar zu machen, zu nutzen und zu dokumentieren.

Mitarbeiter als Wissensträger und Experten

Dabei können Mitarbeiter als Wissensträger und Experten ausgewählte Themen präsentieren oder gewonnenes Wissen in verschiedenen Formen und Kanälen (Newsletter, Wikis, Zusammenfassungen in Blogs usw.) Wichtig ist eine Institutionali­sierung, bei der Themenfelder, Zielgruppen, Verantwortlichkeiten und Massnahmen festgelegt werden. Die Weitervermittlung des Wissens von Mitarbeitern (Learning by teaching), ist ein pragmatischer Weg der Wissensmultiplikation, dieses bei der Weitergabe zu vertiefen und verfügbar zu machen.

Wissensidentifikation

Zu den Kernprozessen gehören die Wissensidentifikation, bei der eine Bestandsaufnahme des Wissens erfolgt und Klarheit geschaffen wird, wo man über welches erfolgsrelevante Wissen verfügt und Wissenslücken bestehen. Bei letzteren können Wissensdefizite auch extern behoben werden, indem man beispielsweise für die Erhaltung und Weiterentwicklung der Kernkompetenzen des Unternehmens Experten mit dem dafür erfolgsrelevanten Wissen einstellt.

Wissen permanent weiter zu entwickeln

Hier geht es auch darum, erworbenes Wissen permanent weiterzuentwickeln, aktuell zu halten und die Notwendigkeit neuer Wissensbedürfnisse kontinuierlich zu evaluieren. Wichtig ist dabei eine Unternehmenskultur, welche die Wissensaufnahme und -weitergabe fördert und die notwendigen Instrumente zur Verfügung stellt. Die Werkzeuge, Ziele und Aufgaben hängen unter anderem von folgenden Faktoren ab:

· Die zur Wissensaufarbeitung, Wissensverteilung, Wissensdokumentation und Nutzung erforderlichen Ressourcen

· Motivation und Kompetenzen von Mitarbeitern zur Mitwirkung an Wissensaufarbeitung, Wissensweitergabe und Wissensverteilung

· Eruierung der Wissensträger und Experten, an die Wissen in welchen Funktionen mit welchen Zielen weitergegeben werden soll

· Häufigkeit der Nutzung und Relevanz des gemanagten Wissens

Für die Organisation und die Fragen, wer wann womit und wie am Management mit welchem Wissens beteiligt ist, ist das HR prädestiniert, da ihm auch oft Personalentwicklung obliegt. Die Personalabteilung kann dabei auch eine Dienstleistungsfunktion wahrnehmen, um das neue erfolgsrelevante Wissen durch geeignete Personalentwicklungskonzepte verfügbar zu machen und dieses konsequent in Personalentwicklungsmassnahmen zu integrieren und die Verteilung und Nutzung zu einer Daueraufgabe zu machen.

 


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