Personalgewinnung

Serious Gaming: Spielerisches und unterhaltendes Recrutainment

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Das Recrutainment, auch unter dem Begriff „Serious Gaming“ bekannt, lockert relevante Informationen auf und vermittelt sie mit der Interaktivität wesentlich nachhaltiger. Diese Form der Informationsvermittlung hat erhebliche Vorteile und bietet neue Möglichkeiten.

Besonders interessant sind dabei Vorselektions-Tools zur Kompatibilität von Bewerber und Unternehmen und das lockere und spielerische Kennenlernen des Stellenangebotes.

Kombination aus Wissenstest, AC und jobspezifischen Prüfungen

Für Unternehmen hat der Einsatz solcher Spiele wesentliche Vorteile: Einerseits haben Besucher ihrer Karriere-Website einen einfacheren Zugang zu Stelleninformationen und Arbeitgeber können einen Sympathiebonus verzeichnen. Zudem ist das Interesse von Bewerbern, die sich dafür die Zeit nehmen und mehr in die Tiefe gehen wollen, so erwiesen.

Andererseits können die Unternehmen die späteren Kandidaten durch die vorangegangenen Analysen schon vor dem ersten persönlichen Interview relativ gut einschätzen und darauf basierend gezielte Fragen stellen und Auskünfte erhalten. Im E-Assessment und E-Recrutainment werden zuweilen auch unterhaltsame bzw. spielerisch-simulative Formate und Konzepte eingebunden, um so Bewerber in eine entspanntere und dynamischere Interaktion zu bringen. Der simulative Charakter von Recrutainment-Applikationen ermöglicht ein virtuelles Erleben des Unternehmens, wodurch die Ziele Employer Branding und Selbstselektion des Bewerbers nachhaltig gefördert werden. Assessment-Verfahren dieser Art haben, wenn sie konzeptionell interessant und mediengerecht aufbereitet sind, eine hohe Akzeptanz und können äusserst aufschlussreiche persönlichkeits- und fachbezogene Informationen geben.

Ein Fallbeispiel aus der Praxis

Ein Call-Center-Unternehmen will den Stress und Arbeitsalltag erlebbar machen. Dabei werden verärgerte Kunden gezeigt, Reaktionen auf schwierige Reklamationen getestet, Entgegnungen auf diverse Verhaltensweisen von Kunden mit Live-Telefonaten geprüft und die Belastbarkeit mit Parallelgesprächen unter die Lupe genommen.

Dabei kann zum Beispiel die Karriereplanung spielerisch vorgenommen und mit der Erhebung eines Interessenprofils automatisiert eine Empfehlung an den Teilnehmer bzw. Bewerber hinsichtlich der beruflichen Zukunftsplanung abgegeben werden, was für den Stellensuchenden und –anbieter gleichermassen aufschlussreich ist. Auch funktionsbezogene Spiele sind möglich, bei denen die Problemlösungsfähigkeit oder Kreativität spielerisch erkundet und getestet werden können. Dies kann das Entwerfen einer Marketingkampagne für ein neues Produkt oder die Ausstattung eines Unternehmens mit einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur sein.

Aussagekraft simulativer Spiele ist erwiesen

Die Vorteile und Aussagekraft simulativer Spiele sind in der Wirtschaftspsychologie mehrmals untersucht und als wirksam eingestuft worden. Die überzeugendsten Vorteile sind:

Durch den realistischen Eindruck werden und unrealistische Erwartungen an eine Stelle korrigiert. Mitarbeiter, die auf die Anforderungen eines Jobs – etwa wegen Stress oder hoher technischer Anforderungen – vorbereitet werden, kommen mit diesen besser zurecht und sind sich deren angemessen bewusst. Gibt ein Unternehmen einen authentischen und simulativ durchlebbaren Einblick, werden die Jobs besser akzeptiert. Durch die realistische Darstellung werden Bewerber, die sich den Anforderungen nicht gewachsen fühlen, von einer Bewerbung absehen, was die Qualität von Bewerbungen für Recruiters erhöht.

Zieldienliche und interessant konzipierte Recrutainment-Konzepte können Unternehmen zudem auch helfen, ein nachhaltiges und attraktives Employer Branding aufzubauen, indem sie die Kommunikation mit Interessenten und Bewerbern intensivieren und auch diesen selber einen erheblichen Nutzen bieten, ihre Karriereplanung, ihre Fähigkeiten und ihr Motive zu erkunden.

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