Human Resource Management

Onboarding Dauer: Ein Monat oder ein Jahr?

Onboarding Dauer – welche ist die beste? Dazu gibt es unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen. Eine ist, dass vor allem die ersten 90 bis 100 Tage entscheidend sind, weil sich in dieser Zeit die meisten Gewohnheiten bilden und sich Eindrücke verfestigen.

Andere vertreten die Auffassung, dass ein Onboarding-Prozess ein halbes Jahr dauern kann oder soll. Wenn soziale Akzeptanz und Integration und der Cultural Fit wichtig sind, kann sogar ein Jahr eine berechtigte Dauer sein, da dann wesentlich mehr Erfahrungen und Eindrücke vorliegen.

Einflussfaktoren zur Onboarding Dauer

Die Dauer hängt auch von der Unternehmensgrösse, der Position und Funktion, der Komplexität der Aufgaben und von den Zielen und Ansprüchen ab. Unternehmen und HR-Professionals halten in den meisten Fällen eine Dauer von drei bis sechs Monaten für ausreichend. Oft erstreckt sich der gewählte Zeitraum auch bis zum Ende der Probezeit. Der Prozess kann auch über das gesamte erste Jahr dauern. Dies kann die Bindung neuer Mitarbeiter um bis zu 25 Prozent erhöhen und helfen, sich vollständig in das Unternehmen zu integrieren.

Ein bis sechs Monate

HR-Praktiker, Studien und Expertenmeinungen legen nahe, dass ein effektiver Onboarding-Prozess mindestens einen Monat dauern sollte, idealerweise jedoch bis zu sechs Monate. Dies ermöglicht es neuen Mitarbeitern, sich besser in die Unternehmenskultur zu integrieren, ihre Produktivität zu steigern und ein Netzwerk aufzubauen. Diese Dauer korrespondiert auch mit dem Umstand, dass 90 Prozent der Arbeitnehmer innerhalb der ersten sechs Monate entscheiden, ob sie im Unternehmen bleiben oder nicht.

Bis zum Ende der Probezeit

In vielen Unternehmen endet das Onboarding offiziell mit der Probezeit, die in der Regel sechs Monate dauert. Dies gibt den neuen Mitarbeitern ausreichend Zeit, sich an ihre Rolle und das Unternehmen zu gewöhnen. Ein Onboarding bis zum Ende der Probezeit ermöglicht auch eine kontinuierliche Unterstützung und häufiges Feedback, um die Integration nachhaltiger zu unterstützen.

Das gesamte erste Jahr

Einige Unternehmen streben an, den Onboarding-Prozess über das gesamte erste Jahr zu erstrecken. Dies kann die Bindung neuer Mitarbeiter um bis zu 25 Prozent erhöhen und ihnen helfen, sich vollständig in das Unternehmen zu integrieren. Ein längerer Onboarding-Prozess trägt dazu bei, die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen zu stärken, indem er ihnen hilft, sich vollständig zu integrieren und sich mit der Unternehmenskultur zu identifizieren.

Fazit

Ein effektiver Onboarding-Prozess braucht Zeit – und zwar mehr, als viele Unternehmen anfangs einplanen. Studien zeigen, dass eine Dauer von mindestens sechs Monaten bis zu einem Jahr ideal ist, um neue Mitarbeitende nicht nur fachlich einzuarbeiten, sondern auch nachhaltig in die Unternehmenskultur zu integrieren. Ein zu kurzer Prozess birgt das Risiko von Überforderung und einer geringeren Bindung ans Unternehmen, während eine gut durchdachte, langfristige Einarbeitung die Motivation, Produktivität und Loyalität deutlich steigern kann.

Entscheidend ist dabei, den Prozess individuell auf die Position und die Bedürfnisse der neuen Mitarbeitenden abzustimmen. Denn Onboarding ist kein Sprint, sondern ein Marathon – mit dem Ziel, Talente langfristig zu halten.

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