Human Resource Management

Wie Unternehmen Sicherheit als Teil moderner HR-Strategien denken sollten

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Die Sicherheit in einem Unternehmen lässt sich nicht auf eine bestimmte Abteilung verlagern. Zwar kann es bestimmte Beauftragte und Sicherheitsstellen geben, letztlich muss aber jeder Teil eines Unternehmens seinen Beitrag zur allgemeinen Sicherheit leisten. Das gilt auch für die physische Sicherheit, die im besten Falle schon bei der Strategie der Personalabteilung beginnt.

Ein sicheres Arbeitsumfeld ist nämlich nicht nur eine regulatorische Pflicht, sondern auch eine wichtige Voraussetzung für ein funktionierendes soziales Arbeitsgefüge. Fortlaufende Sicherheit ist ein Versprechen an die Belegschaft, das sich positiv auf die Arbeitsmoral und letztlich auch auf die Attraktivität des Unternehmens bei neuen Rekrutierungsprozessen auswirkt.

Offenheit und Flexibilität am Arbeitsplatz

Moderne Unternehmen stehen vor einem Balanceakt. Einerseits soll das Büro möglichst einladend und offen wirken. Auf der anderen Seite ist es wichtig, dass der Zugang zu allen Unternehmensräumen nur für Befugte möglich ist. Dabei helfen technische Lösungen wie eine biometrische Zutrittskontrolle. Diese ist bei Mitarbeitern beliebt und sorgt für ein gutes Arbeitsklima. Sie erspart nämlich das Mitführen eines physischen Schlüssels, erlaubt einen besonders schnellen Zutritt und sorgt gleichzeitig für viel Sicherheit. Dass kein physischer Schlüssel gebraucht wird, ist nicht nur für die Mitarbeiter angenehm, sondern eliminiert auch für das Unternehmen mögliche Sicherheitslücken durch verloren gegangene oder gestohlene Schlüssel. Zudem lassen sich Berechtigungen für verschiedene Zonen oder Zeitfenster flexibel mit wenigen Mausklicks anpassen.

Ein weiterer Vorteil: Der Onboarding-Prozess neuer Mitarbeiter wird einfacher, da kein Schlüssel angefordert oder eine Schlüsselkarte bespielt werden muss. Stattdessen werden die biometrischen Daten des neuen Mitarbeiters in das System eingepflegt und schon erhält er Zugang. So geniessen auch Neuankömmlinge sofort Autonomie und können sich in ihrem Bereich frei bewegen, ohne immer nach Zutritt fragen zu müssen, bis sie ihren eigenen Schlüssel erhalten.


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Quelle: Pixabay

Es ist auch auf der anderen Seite praktisch, denn so müssen Unternehmen bei ausscheidenden Mitarbeitern keinen Aufwand investieren, um die Schlüssel oder Keycards zurückzuerhalten. Die Person kann einfach aus dem System entfernt werden und schon erhält sie keinen Zutritt mehr.

Sicherheit als Basis der Mitarbeiterzufriedenheit

Für die Zufriedenheit und Produktivität der Belegschaft ist das Gefühl von Sicherheit ein basales Element. Ein sicheres Gefühl, was ihre Position im Unternehmen angeht, aber eben auch, wenn es um Sicherheit im Sinne von Unversehrtheit geht. Ein modernes Sicherheitskonzept gibt Mitarbeitern eben jenes Gefühl und zeigt Wertschätzung. Ein gutes Sicherheitskonzept wird nicht als Überwachung wahrgenommen, sondern als Fürsorge, und reduziert Stressfaktoren, die die Arbeit beeinflussen können.

Ebenso entsteht ein Sicherheitsgefühl, wenn Mitarbeiter jederzeit wissen, wie sie mit Problemsituationen umgehen sollen. Unter anderem gelingt das, indem sie gut durch Weiterbildungen geschult und vorbereitet werden. Egal, ob neue und junge Mitarbeiter oder erfahrene Langjährige: Mitarbeiterfortbildungen stärken die Bindung zum Unternehmen und untereinander.

Bestenfalls hat das HR-Management ein aufmerksames Auge auf die Abläufe im Hinblick auf die Sicherheit. Bei den Sicherheitsaudits sollte dann aber nicht nur die äussere Situation in Betracht gezogen werden. Stattdessen sind die subjektiven Empfindungen der Mitarbeiter auch ein wichtiger Indikator dafür, wie das Arbeitsumfeld verbessert werden kann. Ein gutes HR-Management zeichnet sich aber auch dadurch aus, dass Mitarbeiter von sich aus den Kontakt suchen, wenn sie Anliegen wie Sicherheitsbedenken melden möchten.

Datenschutz und Compliance

Wenn es um die Sicherheit in einem Unternehmen geht, dann ist der Datenschutz ein wichtiges Gut. Und das auf zwei Weisen. Zum einen geht es um den Datenschutz der persönlichen Daten der Mitarbeiter. Zum anderen geht es aber auch um den Schutz der Mitarbeiter vor eigenen Datenschutzverstössen. Die strengen Richtlinien betreffen nämlich jeden Arbeitsschritt, bei dem Unternehmens-, Mitarbeiter- oder Kundendaten erhoben, gespeichert oder weiterverarbeitet werden.

Stabile Datensicherheit wird erreicht, indem ein umfangreiches Datenschutz-Framework implementiert wird, welches alle Arbeitsabläufe abdeckt. Dass ein Unternehmen in diesen Aspekten gut aufgestellt ist und Auflagen wie die TISAX Anforderungen erfüllt, wird durch externe Zertifikate belegt. Indem Unternehmen auf Datenschutz für alle Seiten achten, sowohl Mitarbeiter als auch Kunden, stärken sie auch ihr Ansehen und das Vertrauen, das ihnen von aussen entgegengebracht wird.

Fazit

Das Bedürfnis nach Sicherheit ist im Menschen seit Anbeginn der Zeit fest verankert. Entsprechend gehört das Thema unter anderem auch in die HR-Abteilung. Dass die nötige Sicherheit auf allen Ebenen gegeben ist und die Mitarbeiter sich auch psychisch sicher fühlen, ist unter anderem eine Frage der HR-Strategie. Unternehmen, die hierauf ein starkes Augenmerk legen, profitieren durch eine verbesserte Mitarbeiterbindung und dadurch einer besseren Produktivität. Ganz davon abgesehen, dass es regulatorisch vorausgesetzt wird, lohnt es sich für die Unternehmensführung also, ein hohes Mass an Sicherheit zu bieten.

 

Der PRAXIUM Verlag ist der Fachverlag zum Personalmanagement und hrmbooks.ch die HR-Online-Fachbuchhandlung mit einem redaktionell recherchierten und praxisorientierten Fachinformations-Angebot. Einige Blog-Beiträge sind auch Auszüge daraus oder Beiträge seiner Autoren.

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