In vielen HR‑Abteilungen ist Aufgabenmanagement noch ein Flickenteppich aus Excel‑Listenund Notizzetteln – entsprechend hoch ist das Risiko von Fehlern und Doppelarbeit. TickTick positioniert sich als leichtgewichtige Task‑ und Kalenderplattform, die individuelle Produktivität mit einfacher Kollaboration verbindet.
Es gibt immer wieder hochleistungsfähige und exzellente Tools, die aber nahezu unbekannt sind. Das Aufgaben- und Termin-Tool mit dem etwas eigenartigen Namen Ticktick gehört dazu. Gerade für HR, das zwischen operativem Tagesgeschäft und strategischen Initiativen jongliert, kann TickTick zum zentralen Cockpit werden: Aufgaben, Termine, Routinen und Fokus‑Phasen laufen in einem System zusammen. Schon die Webseite von Ticktickgibt auf einer Seite einen Überblick über die vielen tollen Features.
TickTick im Überblick: Listen, Kalender und Fokus
TickTick ist im Kern ein Task‑Manager mit integrierter Kalenderansicht, Habit‑Tracking und Fokus‑Timer (Pomodoro). Aufgaben werden in Listen und Ordnern strukturiert, mit Fälligkeiten, Prioritäten, Tags und Wiederholungen versehen – vom einmaligen „Onboarding vorbereiten“ bis zur monatlichen „Payroll final prüfen“.
Die Kalenderansicht erlaubt es, Tasks direkt zeitlich zu verplanen; so entsteht eine realistische Wochenplanung statt einer reinen Wunschliste. Ergänzend sorgen mehrere Erinnerungen und Sync über alle Geräte dafür, dass HR‑Teams nichts „durchrutscht“. Für Einsteiger ist die Oberfläche intuitiv, während Power‑User Smart‑Filter, Tags und benutzerdefinierte Ansichten nutzen, um komplexe Workloads abzubilden.
Funktionen, die HR wirklich braucht
Für HR sind vier Funktionsblöcke entscheidend: strukturierte Task‑Listen, Kalenderintegration, Kollaboration und Fokus‑Management. Listen lassen sich nach Prozessen (Recruiting, Learning & Development, Admin), Teams oder Standorten organisieren; Fälligkeiten und Prioritäten machen aus To‑Dos ein kleines Work‑Management‑System.
Der integrierte Kalender visualisiert Belastungsspitzen, Interview‑Slots oder Fristen und verhindert Überbuchung ganzer HR‑Teams. Kollaborative Listen mit Verantwortlichen und Kommentaren ermöglichen es, Fälle gemeinsam zu bearbeiten, ohne ein schweres Ticket‑System einzuführen. Ergänzend unterstützen Fokus‑Timer und Habits die persönliche Disziplin, etwa für tägliche 25‑Minuten‑Blöcke für vertrauliche Vorgänge oder eine wöchentliche HR‑Analytics‑Review.
Fünf konkrete HR‑Anwendungsszenarien
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Recruiting‑Pipeline steuern
Pro Vakanz gibt es eine Liste mit Aufgaben je Pipeline‑Schritt: Ausschreibung, Sichtung, Shortlist, Interviews, Feedback. Tags wie „IT“ oder „Sales“ und Prioritäten zeigen, welche Positionen kritisch sind und wo Deadlines drohen. -
Onboarding standardisieren
Für neue Mitarbeitende wird ein Onboarding‑Template mit Subtasks (IT‑Setup, Verträge, Schulungen, Pat:in) genutzt. Wiederkehrende Aufgaben stellen sicher, dass bei mehreren Startterminen im Monat nichts vergessen wird. -
Learning & Development planen
Trainingsprogramme werden als Projektlisten geführt: Konzept, Anbieterrecherche, Einladungen, Evaluation, Reporting. Tags wie „Leadership‑Programm“ oder „Pflichtschulung“ schaffen schnell auswertbare Cluster. -
HR‑Administration & Fristenmanagement
Gehaltsrunden, Bonuszyklen oder Meldungen an Behörden laufen als wiederkehrende Aufgaben mit klaren Deadlines und mehreren Erinnerungen. Smart‑Filter zeigen nur die aktuell kritischen Themen – wie ein digitales Fristenbuch. -
HR‑Analytics und strategische Projekte
Für People‑Analytics‑Reports, Kultur‑ oder Diversity‑Initiativen definieren Teams Subtasks mit klaren Zielen, benennen Verantwortliche und halten den Status transparent. TickTick wird so zum leichten Projektboard für kleinere, strategische Vorhaben.
Zusammenarbeit, Grenzen und Einbettung ins Unternehmen
TickTick eignet sich besonders für kleine bis mittlere HR‑Teams oder einzelne HR‑Business‑Partner, die ihren Case‑Backlog sauber organisieren wollen. Kollaborative Listen, Benachrichtigungen und einfache Rechtevergabe ermöglichen pragmatische Zusammenarbeit etwa zwischen HR, Fachbereich und Assistenz. Gleichzeitig muss der Einsatz mit IT und Datenschutz abgestimmt werden, weil viele Organisationen externe Cloud‑Tools für sensible Personaldaten einschränken. Für vertrauliche Fälle braucht es klare Regeln, welche Inhalte in TickTick landen und was in HR‑Kernsystemen bleibt. In Microsoft‑Umgebungen kann TickTick parallel zu oder anstelle von To Do genutzt werden – entscheidend sind Governance, Integrationsgrad und Sicherheitsanforderungen.
Fazit: Ein unterschätztes Werkzeug für modernes HR
TickTick ist kein HR‑Core‑System, aber ein flexibles Task‑ und Planungswerkzeug, das die operative Exzellenz von HR‑Teams deutlich erhöhen kann. Gerade dort, wo klassische HR‑Software schwerfällig wirkt, bietet TickTick eine agile Schicht darüber: Prozesse werden in überschaubare Aufgaben zerlegt, mit Kalender, Fokus‑Timer und Routinen verknüpft und für kleine Teams transparent gemacht.
Wer beginnt, Recruiting‑Pipelines, Onboarding‑Checklisten oder HR‑Analytics‑Zyklen konsequent in TickTick abzubilden, gewinnt Klarheit und Planbarkeit – ohne monatelange Implementierung. Für viele HR‑Abteilungen kann das der pragmatische erste Schritt zu wirklich digitalem, strukturiertem Arbeiten sein.
Dieses Youtube-Video zeigt alle Möglichkeiten.

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