Personalgewinnung

Pinterest: Ist das Bilder-Netzwerk für das HR interessant?

Pinterest Logo 2018

Pinterest ist ein Netzwerk, welches ganz auf visuelle Eindrücke setzt und durch seine Einfachheit besticht. Man wählt eine Rubrik, pinnt Fotos bzw. Bildideen und versieht sie mit einer Bemerkung, einer Information und einem Link – und schon ist man im Netzwerk.

Obwohl hierzulande noch wenig bekannt, ist Pinterest ein Netzwerk, welches zurzeit in den USA sehr stark wächst und nach Facebook das Netzwerk mit der höchsten Verweildauer ist. Bewerber mit kreativen Lebensläufen und originellen Auftritten sind genauso zu finden wie Unternehmen, welche sich auf originelle Weise entweder als Arbeitgeber vorstellen oder direkt auf Personalsuche gehen. Zwei Voraussetzungen sind wichtig: Visuelle Originalität und Attraktivität und Klarheit der Botschaft.

Zahlreiche Netzwerk-Features

Man kann seinen Pinterest-Account mit Twitter, Facebook oder anderen sozialen Netzwerken verknüpfen und dadurch die Beiträge auf mehreren Kanälen teilen. Pinterest enthält viele Elemente und Funktionen, welche auch Facebook und Twitter haben, wie beispielsweise Follower, Like-Buttons, Share-Funktionen und mehr. Dabei können es auch Infografiken, Mindmaps oder mehr informationsbasierende Beiträge sein, die als Aufhänger einfach ein Bildmotiv benötigen. Mit Pinterest erhöht man durch diese Verknüpfung die Präsenz, welche als „Traffic-Lieferant“ wiederum Einfluss auf die Auffindbarkeit, Sichtbarkeit und das Suchmaschinenmarketing hat.

Gerade bei visuellen oder kreativen Berufen (Designer, Fotografen, Grafiker, Layouter) kann Pinterest auch für die Kandidatensuche ein Versuch wert sein. Es lässt sich aber auch eine bestehende Stellenanzeige mit einem Pinnbild verlinken. Hier können beispielsweise auch verschiedene Headlines oder Bildideen getestet werden, die dann Aufschlüsse und Ideen für andere Recruiting-Auftritte geben können. Da die Teilnehmer sehr international zusammengesetzt sind, kann man auch zahlreiche neue Anregungen erhalten.

Chancen für den Personalbereich

Für veröffentlichte Bilder stehen diverse Kategorien zur Verfügung. Der Personalbereich ist auf Bewerber- und Arbeitgeberseite recht prominent vertreten und namhafte Unternehmen sind ebenfalls dabei. Es wird auf Karriere-Websites hingewiesen, HR-Fachleute verlinken auf Interviews, ein grosser Verlag macht auf Karriere-Events aufmerksam und Onlinebörsen werben mit interessanten redaktionellen Themen. Dies lässt vermuten, dass man diesem „Bilder-Netzwerk“ Chancen gibt, interessanten Mehrwert sieht und präsent sein möchte, wenn das stürmische Wachstum weiter anhält und die Popularität und Beachtung steigt. Auch das Posten und Verlinken von Stellenanzeigen und internationale Anregungen zum visuellen Auftritt im Recruiting können interessant sein.

Konkrete Nutzungsmöglichkeiten

Konkret kann die Nutzung in folgenden Fällen interessant sein:

· Erste Gehversuche in einem Netzwerk mit einem einfachen Arbeitgeber-Porträt
· Recherchen, um die Bewerber-Zielgruppen kennenzulernen
· Verlinkungen aktueller Stellenanzeigen oder Events, wenn zum Netzwerk passend
· Erfahrungen sammeln mit einer neuen Netzwerk- und Kommunikationsform
. Auch deutschsprachige Boards zu Social- und HR-Themen von Recruiting Experten
· Verlinkungen mit bestehenden Netzwerken und Angeboten und Monitoring

Nur eine Spielwiese mehr?

Der Einwand, damit ein weiteres Netzwerk zu haben, mit der Zielgruppen-Erreichbarkeit im Ungewissen zu sein und eine neue „Spielwiese“ mit noch mehr Pflegeaufwand zu betreten, ist allerdings nicht ganz unberechtigt. Generell ist die Strategie, ein oder zwei Social Media-Instrumente zu fokussieren und sich dort konsequent zu engagieren, die bessere, als sich zu sehr zu verzetteln. Zudem sind auch das thematische Umfeld und die Dominanz anderer Themen wie Mode und Design etwas gar weit weg von HR-Welt.

Als Ergänzung zu anderen Plattformen und Netzwerken und als Teil des Social Media-Recruiting-Mix ist Pinterest aber durchaus interessant, da es sich auch positiv auf das Suchmaschinen-Ranking auswirkt und einen weiteren Touchpoint auf der Bewerber-Journey sein kann. Die Wahl ist letztlich relativ einfach: Wählen Sie jene Netzwerke, wo sich Ihre (interessantesten) Zielgruppen aufhalten und wo Sie die wichtigsten Kommunikations- und Recruitingziele am passendsten umsetzen können.

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