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Teilzeitmodelle: 10 interessante und flexible Varianten

teilzeit

Es ist bekannt, dass Teilzeitarbeit und diverse Teilzeitmodelle  immer beliebter wird und ein wichtiger Bereich für das Employer Branding ist. Aber wussten Sie, dass es unterschiedlichste Formen und Möglichkeiten von Teilzeit gibt? Erfahren Sie hier, welche dies sind.

Turnus-Teilzeiten

Unter dem Dach der Teilzeitarbeit kann auch die Form der sogenannten Turnusteilzeit gewählt werden. Darnach wird diese Teilzeit nach einem Arbeitszeitrhythmus verteilt, z.B. eine Woche als Vollzeitkraft, eine Woche frei, oder die Woche wird geteilt: erste Woche Montag bis Mittwoch, zweite Woche Mittwoch bis Freitag Work-Life-Balance Nutzen: Die Turnusteilzeiten ermöglichen bzw. erfordern eine langfristige Vorausplanung und eine verlässliche Planung für die Beschäftigten.

Rollierende Wochen-Teilzeitarbeit

Durch einen rollierenden freien Tag, eine weitere Form der Teilzeitarbeit, können Betriebszeit und individuelle Arbeitszeit entkoppelt werden. Arbeitsplätze können beispielsweise trotz einer 4-Tage-Woche an fünf Tagen besetzt werden. Die rollierende Wochenarbeit dient in erster Linie einer gerechten Verteilung der Arbeitszeit unter Einbeziehung des Samstags. Beispiel: Die erste Freizeitgruppe hat am Montag frei, die zweite am Dienstag, die Dritte am Mittwoch, die Vierte am Donnerstag, die Fünfte am Freitag und dann wieder am Montag, sodass jede Gruppe alle vier Wochen ein langes Wochenende hat. Vorteile sind die Verlängerung der Betriebszeiten, vorausschaubare freie Tage, gerechtere Verteilung der freien Tage über die Woche. Ein Nachteil ist, dass dieses Modell relativ starr ist. Diese und andere Methoden werden im Praxishandbuch Arbeitszeitmodelle mit Fallbeispielen ausführlich beschrieben.

Klassische Teilzeit

bezeichnet ein Teilzeit-Modell, bei dem die tägliche Arbeitszeit stundenweise reduziert wird. Für den Arbeitgeber am einfachsten umzusetzende Form von Teilzeit. Für den Arbeitnehmer bedeutet es Freizeitgewinn täglich einzelne Stunden

Stark variable Teilzeit

Dies ist eine Variante des klassischen Teilzeitmodells. Die wöchentliche Arbeitszeit wird auf 2-5 Tage verteilt. Dabei kann auch die tägliche, wöchentliche oder monatliche Stundenzahl variieren. Für Mitarbeiter kann der Freizeitgewinn dabei je nach Regelungen aus ganzen Tagen bestehen.

Jobsharing Teilzeit

Hier teilen sich zwei Mitarbeiterinnen eigenverantwortlich eine Stelle. Teilzeit-Mitarbeiterinnen können so z.B. auch Vollzeitprojekte übernehmen und eigenverantwortlich leiten. Voraussetzung hierfür ist die regelmässige Abstimmung und Informationsaustausch. Für den Arbeitgeber bringt es den Vorteil, dass z.B. eine Stelle lange Servicezeiten abdecken kann.

Unsichtbare Teilzeit

ist eine Form der “unsichtbaren” Teilzeit. Gearbeitet wird unverändert in Vollzeit – bezahlt wird Teilzeit. Die Differenz wird als Zeit- oder Geldguthaben auf einem Langzeitkonto angespart. So werden z.B. längere Urlaubsphasen wie z.B. Sabbaticals möglich, während derer das Gehalt weitergezahlt wird.

Team-Teilzeit

Zum Ausgleich von Über- bzw. Unterauslastung in Saisonbetrieben. In Hochphasen werden Arbeitnehmer Vollzeit beschäftigt. Bei niedriger Auslastung haben sie frei. Arbeitgeber können so Entlassungen verhindern. Die kostenintensive Suche und Einarbeitung neuer Mitarbeiter für die nächste Hochsaison entfällt. Arbeitnehmer erhalten ganzjährig ein monatliches Grundgehalt. Der Sozialversicherungsschutz ist durchgehend gewährleistet.

Saisonale Teilzeit

Diese eignet sich zum Ausgleich von Über- bzw. Unterauslastung in Saisonbetrieben. In Hochphasen werden die Arbeitnehmer/innen Vollzeit beschäftigt. Bei niedriger Auslastung haben diese frei. Die Arbeitgeber können so Entlassungen verhindern, die Arbeitnehmer/innen erhalten ganzjährig ein Grundgehalt.

Homeoffice-Teilzeit

Die Homeoffice-Teilzeit ermöglicht den Beschäftigten Teilzeit von zu Hause aus. Vereinbarte Arbeitszeiten stellen sicher, dass die Mitarbeite erreichbar sind und es erleichtert die Zusammenarbeit. Diese Kombination wird auch als hybrides Arbeitszeitmodell bezeichnet und ist vor allem durch die Covid-Pandemie sehr populär geworden.

Teilzeit-Plus-Modelle:

Teilzeitmodelle, die 70 bis 80 Prozent der Vollzeitarbeit umfassen, kom­men den familiären Bedürfnissen von Beschäftigten mit Kindern und pflegebedürftigen An­gehörigen oft mehr entgegen als die klassische Teilzeit. Sie tragen auch dazu bei, Beschäftigte in Teilzeit verstärkt in qualifizierten Positionen zu halten und erleichtern ihnen den berufli­chen Aufstieg. Umgekehrt profitieren die Betriebe davon, wenn ihre gut ausgebildeten Be­schäftigten die Arbeitszeit weniger reduzieren als bei klassischer Teilzeit.

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