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Die 7 häufigsten Gründe, weshalb wirklich gute Mitarbeiter Unternehmen verlassen

Anderswo ein besseres Gehalt? Es geht zu wenig schnell aufwärts auf der Karriereleiter? Den Sabbatical nicht genehmigt? Weit gefehlt. Bei wirklich guten Mitarbeiter zählt anderes – und es ist interessanterweise genau das, was auch für die Unternehmen selber am wichtigsten ist.

Es sind vor allem Jobinhalte, Weiterentwicklung, Herausforderungen und Jobs und Vorgesetzte, die fordern und fördern. Denn es sind diese Werte und Motivatoren, welche sehr oft einhergehen mit Loyalität, Spitzenleistungen, Agilität und Engagement. Die häufigsten Kündigungsgründe guter Mitarbeiter sind daher die folgenden.

1. Fehlen von Wertschätzung und Respekt

Respekt und Wertschätzung erwarten gute Mitarbeitende ganz besonders. Dabei sind Glaubwürdigkeit, Respekt, Nachhaltigkeit und Konsequenz in Verhalten und Kommunikation entscheidend. Bei der Wertschätzung wird dieser Respekt kommuniziert – mit Anerkennung und Feedback auf gute Leistungen, realisierte Erfolge und erreichte Ziele. Respekt kann letzten Endes nur haben, wer ein positives Menschenbild hat, an das Leistungsvermögen von Mitarbeitern glaubt und deren Fähigkeiten und Talente erkennt und respektiert, und zwar Persönlichkeit, Fachkompetenzen und Talente auf ganzheitliche Weise.

2. Keine Weiterentwicklung und Talentenutzung

Menschen wünschen sich und brauchen, sowohl im Privat- wie auch im Berufsleben, Perspektiven. Oft sind Entwicklungsmöglichkeiten auch nicht auf den Berufsbereich und den Arbeitsplatz beschränkt, sondern betreffen die gesamte Persönlichkeit. Karrierewünsche sind heutzutage auch nicht mehr auf hierarchische Positionen beschränkt, sondern können anspruchsvolle Expertenpositionen und Fachaufgaben sowie neue Aufgabenstellungen und dergleichen betreffen. Deshalb sind Laufbahnplanungen, Weiterentwicklungsziele und Fördermassnahmen von grosser Bedeutung.  Ein hohes Bedürfnis nach Entfaltung äussert sich in dem Wunsch nach eigenverantwortlicher und anspruchsvoller Arbeit. Wirklich gute Mitarbeiter haben stets ein hohes Bedürfnis nach persönlicher Entfaltung.

3. Schlechte Beziehung zum Vorgesetzten

Von Vorgesetzten erwarten gute Mitarbeitende gute Coaches zu sein, von denen sie lernen und die sie respektieren können. Für ein erfolgreiches Coaching ist die Grundhaltung einer Führungskraft von grosser Bedeutung. Der Wunsch nach regelmässigem Feedback steht in engem Zusammenhang Anerkennung von Leistungen. Gute Mitarbeitende möchten wissen, was sie gut machen, wo sie sich verbessern können und was man von ihnen erwartet. Deshalb ist auch bei der Mitarbeiterbeurteilung zeitnahes Feedback mit Möglichkeiten zu Learnings und Förderung wichtig. Mitarbeitende die das nicht erhalten, schauen sich schnell anderswo herum.

4. Nicht fordernde Jobinhalte

Herausfordernde Tätigkeiten und Ziele spielen bei guten Mitarbeitern oft eine zentrale Rolle Wichtig ist dabei, diese Herausforderungen individuell auf Mitarbeiter und deren Talente auszurichten. Aufgaben, Leistungen und Jobinhalte müssen die Chance auf Erfolg, Gelingen und Wertschätzung haben und mit den Motivatoren und Zielen der Mitarbeitenden möglichst weitgehend übereinstimmen. Für sich selbst ist es vor allem die Nutzung von Talenten, besonderen Fähigkeiten und Stärken, die eine kontinuierliche Herausforderung darstellen und welche auch Erfolgserlebnisse ermöglichen, welche die guten Mitarbeiter erwarten. Haben sie sie nicht, suchen sie sie oft woanders.

5. Wichtiger denn je: Sinnstiftung

Es wird immer deutlicher, dass die Sinnstiftung ein wesentlicher Teil der Zufriedenheit und Mitarbeiterbindung ist und anspruchsvolle Mitarbeiter mit immer besserer Bildung sich diese Frage immer häufiger stellen. Mitarbeitende sollten wissen, für wen sie welchen Nutzen stiften und welchen Beitrag leisten. Dies kann für Teams, Gemeinschaften, Minderheiten, Umwelt und Mitmenschen überhaupt gelten. Fehlen diese Faktoren, kehren die guten Mitarbeitenden Unternehmen oft recht schnell den Rücken. Arbeit wird vor allem dann als sinnstiftend erlebt, wenn sich diese mit den eigenen persönlichen Grundwerten und Auffassungen deckt.

6. Keine Verantwortungs- und Freiräume

Die richtig guten Mitarbeitenden lieben es, Verantwortung übernehmen zu dürfen und Freiräume zu haben, denn diese bieten Gestaltungs- und Mitentwicklungsmöglichkeiten, was mit Innovationen zusammen auch ein zentrales Element der Unternehmensziele ist. Wichtig ist auch, dass immer auch Feedback erfolgt und ein Mitarbeiter sicher sind, dass sie die Verantwortung im korrekten Ausmass und erfolgreich zu übernehmen imstande sind. Zu stark eingeengte Mitarbeitende in Unternehmen in denen Regelwerke und Vorschriften wichtiger sind als Fortschritte und Innovationen verlieren die guten Mitarbeitenden nur allzu oft.

7. Der Cultural Fit stimmt nicht

Besonders erfolgreiche Unternehmen haben attraktive und mitarbeiterfeundliche Unternehmenskulturen, die erfolgreiche Mitarbeiter anziehen, die erkennen lassen, für welche Werte sie einstehen, diese erlebbar machen und auch vorgelebt werden. Top-Mitarbeiter fühlen sich von hoch entwickelten Unternehmenskulturen besonders angezogen und schätzen Eigenverantwortung und Vertrauen, welche individuelle Entwicklungen und leistungsfähigen Mitarbeitern Perspektiven ermöglichen. Unternehmen und Mitarbeitende sind letztlich beide Persönlichkeiten, die kompatibel sein müssen. Harmonieren diese nicht und stimmen die Werte nicht überein, fühlen sich gute Mitarbeiter schnell fehl am Platz und verlassen diese Unternehmen.

 

 

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