Human Resource Management

Auch Sie sind eine Marke, die es zu vermarkten gilt!

Wer Karriere machen und zur Kenntnis genommen werden will, muss auch verstehen, wie man sich inszenieren und ein positives Image aufbauen und pflegen kann. Gute Leistungen spielen leider nicht immer die entscheidende Rolle, vor allem wenn sie unbemerkt bleiben.

Es ist legitim und heutzutage sogar notwendig, sein eigenes Image aktiv zu pflegen. Welchen Eindruck und welche Wirkung man bei Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten erzeugt, kann gesteuert und aktiv mitgeprägt werden, indem man sich die untenstehenden Mechanismen und Techniken zu Nutze macht.

Unternehmen und Marketingleute bedienen sich dabei Marketinginstrumenten wie Corporate Identity, Public Relations, Branding und mehr, mit dem sie ein bestimmtes Image in der Öffentlichkeit vertreten und pflegen. Warum diese wirksamen Techniken nicht auch für die eigene Person einsetzen?

So verhalten wir man wirken möchte

Dabei geht es nicht darum, sich den Ruf eines Strahlemannes zuzulegen oder andere mit aufpolierten und schillernden Fassaden zu beeindrucken, sondern darum, auf das positive und authentische Image zu achten, welches der Stärkung der Vorgesetztenposition und Persönlichkeit dient. Die dabei zu beachtende Grundregel ist einfach: So wie Sie als neuer Chef wirken möchten und welchen Eindruck Sie hinterlassen wollen, so müssen sie sich auch verhalten, präsentieren und darstellen.

Auftritt und Körpersprache

Ein selbstsicherer, sympathischer und von einer positiven Ausstrahlung geprägter Auftritt und die entsprechende Körpersprache haben einen wesentlich grösseren Einfluss als gemeinhin angenommen. Dazu gehören beispielsweise ein fester Händedruck, ein sympathisches Lächeln, positive Bemerkungen, eine Prise Humor und eine wertschätzende Grundhaltung. Der Ausspruch „You never get a second chance to make a first impression“ trifft pointiert, wie wichtig ein erster Eindruck ist.

Sprache und Kommunikation

Wer eine aktive Imagebildung betreibt, setzt Körpersprache, Kommunikation und Informationen über sich selbst, bei eigenen und anderen Mitarbeitern kontrolliert und gezielt ein. Aussagen, Botschaften, Bemerkungen und mehr einer Person werden immer sehr stark auch auf diese übertragen und mit dieser unbewusst in Verbindung gebracht, d.h. assoziiert. Nur schon die Wortwahl, positive Begriffe, eindrückliche Beispiele oder Erfolge dezent, aber am richtigen Ort zu richtigen Zeit zu kommunizieren, spielen dabei eine wichtige Rolle. Auch scheinbare Details wie die Passiv- und Aktivform gehören dazu: „Man übergab mir dieses Projekt“ klingt weniger stark und überzeugend als „Ich habe kürzlich die Leitung dieses Projekt übernommen.

Markenbildung und –pflege

Für Produkte wird mit einer Marke ein bestimmtes Profil aufgebaut, um dieses im Bewusstsein der Konsumenten zu verankern. Ähnlich können auch Sie ihren Markenwert und ihr Markenprofil aktiv beeinflussen. Es geht dabei darum, dass sie besondere Werte, Fähigkeiten und Stärken regelmässig erkennbar machen, interessante Aspekte der Persönlichkeit betonen und verstärken und beides zusammen zu einem unverwechselbaren und für Sie typischen und charakteristischen Profil und Wiedererkennungswert machen.

Selbstdarstellung und Eigen-PR

Noch einmal: Es geht nicht darum, zum Schauspieler zu werden und als Blender zu beeindrucken. Aber es gibt Selbstdarstellungstechniken, die helfen, wichtige Persönlichkeitsmerkmale zu verstärken und besser erkennbar zu machen. Dazu gehört das regelmässige Einholen von Feedback zur Selbstpräsentation. Indem Sie Ihren Vorgesetzten fragen, wie ihre Präsentation bei ihm ankam, von der sie wissen, dass sie überzeugend war, verankern Sie den positiven Eindruck stärker.

Aufbau und Pflege eines Netzwerkes

Via Networking kommt man an wichtige Informationen, kann einflussreiche Persönlichkeiten treffen, Unterstützung finden, seinen Ruf und sein Profil pflegen und aufbauen, auf sich aufmerksam machen, Beziehungen spielen lassen, Einfluss auf Entscheidungen nehmen, Second Opinions, Wissen oder Rat holen und mehr. Mehr erfahren Sie zum Thema Networking in einem eigenen Kapitel auf Seite 173.

Widerspruchsfreies und glaubwürdiges Verhalten

Bei diesen Möglichkeiten der hilfreichen und ihre positiven Seiten und Stärken hervorhebenden Selbstdarstellung und Selbstpräsentation ist es äusserst wichtig, ein einheitliches, stimmiges und glaubwürdiges Bild zuvermitteln.

Ein wirkungsvoller positiver Gesamteindruck entsteht erst durch das harmonische Zusammenwirken aller Signale und Verhaltensweisen von der Auftreten über die Körperhaltung und Ausstrahlung bis zur Kommunikation. Ein Beispiel: Wenn Sie Ihr Team für Ziele begeistern möchten, dabei aber nur Worthülsen und Appelle mit Management-Neudeutsch verwenden, wirkt dies unglaubwürdig.

Es gibt verschiedenste und unterschiedlich wirksame Strategien und Methoden zur Selbstdarstellung. Die nonverbale Kommunikation, also Mimik, Gesten, Körpersprache und mehr, das äussere Erscheinungsbild und Auftreten, die Stimme und die Sprache von Botschaften sowie die persönliche Grundhaltung sind dabei mit der Wahl eines authentischen mit Ihrer Persönlichkeit übereinstimmenden und harmonisierende Gesamteindrucks entscheidend.


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