Human Resource Management

Bessere Lesefreundlichkeit von Stellenbeschreibungen

Stellenbeschreibungen sind, wie das Teilwort Beschreibungen sagt, nun einmal eher trocken und nüchtern, was in der Natur der Sache liegt. Aus ihnen gestalterische Meisterwerke machen zu wollen, wäre verfehlt.

Es gibt jedoch sprachliche und gestalterische Mittel zur Auflockerung und zur Verbesserung der Lesefreundlichkeit.

Beispiele

Beispiele lockern auf, steigern die Lesefreundlichkeit und machen Informationen interessanter und verständlicher. Vor allem bei Anforderungen und Aufgaben sind sie, vor allem wenn es sich um abstrakte oder schwierige Bezeichnungen geht, hilfreich. Auch Schlüsselinformationen wie die Kernziele einer Stelle werden mit einem möglichst aktuellen oder besonders relevanten Beispiel sofort verständlicher und interessanter.

Infografiken

Insbesondere Infografiken liegen als Mittelding zwischen Texten und visuellen Informationen im Trend und finden Zuspruch. Es sind Grafiken, welche mit Icons, diversen visuellen Symbolen und Abbildungen und prägnanten Kernaussagen auf kompakte Weise Sachverhalte zusammenfassen und relevante Zusammenhänge fokussieren. Infografiken können standardisiert und dann in allen Stellenbeschreibungen verwendet werden. Dies können beispielsweise die Kernaussagen zu Anforderungen oder Schnittstellen sein oder eine Stellenbeschreibung am Ende für Schnellleser auf einen Blick zusammenfassen.

Grafiken

Kreis- oder Ringgrafiken können Anteile von Tätigkeiten bzw. Aufgaben nicht nur visualisieren, sondern sie zugleich präzisieren. Aber auch Balkengrafiken zu Zielen oder die Visualisierung von Prioritäten können ein gestalterisches Mittel darstellen und ein Organigramm erleichtert die organisatorische Einordnung einer Stelle. Word bietet dezente Smartart-Grafiken mit diversen Formen.

Wordclouds

Wordclouds sind Schlagwortwolken, bei denen die Bedeutung von Begriffen durch ihre Grösse oder Farbformatierung visualisiert wird. Sie eignen sich besonders für die Gewichtung von Aufgaben oder Anforderungen einer Stelle. Online einfach Wordclouds in diversen Layouts generieren kann man bei www.wortwolken.com.

Formatierungen

Kernaussagen sollte man kennzeichnen (eigener Absatz, fett formatiert, Bullet-Liste, Zentrierung, Infokasten usw.). Längere Texte sind mit Zwischenüberschriften lesbarer und farbig formatierte Hauptüberschriften wirken sofort lebendiger und leserfreundlicher.

Infoboxen

Infoboxen fassen zentrale und besonders wichtige Aussagen in Kästchen zusammen und sind allein schon durch deren Gestaltung ein Eyecatcher, der die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche richten hilft. Eine Möglichkeit ist das Zusammenfassen von Zielen oder Kerntätigkeiten einer Stelle in Auf-einen-Blick-Boxen oder Fact-Boxen für wichtige Zielsetzungen und Anforderungen einer Stelle.

Übersichtstafeln

Tabellarische Übersichtstafeln sind sehr lesefreundlich und vermitteln Informationen kompakt und auf das Wesentliche begrenzt. Sie sind vor allem dann angebracht, wenn Listen zu lange sind und wichtige Informationen untergehen. Bei tabellarischen Darstellungen kann es auch um Checklisten oder Prioritätsordnungen gehen, beispielsweise bei Kern- und Nebentätigkeiten.

Fotos und Bilder

Stellenbeschreibungen können und sollen keine Unterhaltungsmagazine sein, daher sind Bilder und Fotos eher sparsam und zurückhaltend einzusetzen. Sinnvolle Möglichkeiten gibt es einige wie das Zeigen von Arbeitshilfsmitteln, eines Arbeitsplatzes oder dem Interface einer wichtigen Software. Möglich sind auch Bild- und Fotolegenden.

Mindmapping

Diese bekannte visualisierte Kreativitätsmethode, kann auch als visuelles Gliederungskonzept für eher komplexe und anspruchsvolle Abläufe oder Zusammenhänge in Stellenbeschreibungen angewandt werden.

Word-Templates

MS Word bietet unter „Entwurf“ zahlreiche interessante Textdesigns, mit denen sich eine Stellenbeschreibung auch gestalterisch attraktiv und ansprechend darstellen lässt. Da sie dezent angelegt sind, eigenen sie sich für Stellenbeschreibungen besonders gut. Dies gilt vor allem für Titel, Textdarstellungen, Formatierungen, Schriftarten und dergleichen. Word stellt auch online weitere Vorlagen zur Verfügung. Wer Stellenbeschreibungen mit Word erstellt, sollte auf jeden Fall Dokumentvorlagen bzw. Designs verwenden, die für ein einheitliches Erscheinungsbild sorgen und die Schreibarbeit erleichtern.

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