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Emotionale Intelligenz: Das Geheimnis erfolgreicher Leader

Emotionale Intelligenz geht oft einher mit ausgeprägten Führungs- und Sozialkompetenzen. Dabei ist der Umgang mit Emotionen – und zwar den eigenen und jenen von Mitarbeitern -, ein Aspekt, der in der überrationalen Managementwelt oft verdrängt wird.

Es ist unbestritten, dass die besten Führungskräfte jene sind, die über ein ausgeprägtes Selbst-Management verfügen.  Dies ist ein Teil der emotionalen Intelligenz und diese wiederum ist ein Teil der Sozialkompetenzen. David R. Caruso und Peter Salovey, Professoren der renommierten Yale Universität, richten sich in ihrem Buch „Managen mit emotionaler Kompetenz – Die vier zentralen Skills für Ihren Führungsalltag“ explizit an Führungspersonen aller Stufen. Darin teilen sie die emotionale Kompetenz in vier Teilbereiche auf, die wir hier in unveränderter Form wiedergeben:

Emotionen identifizieren

Emotionen enthalten Daten. Sie signalisieren uns wichtige Ereignisse in unserem Innenleben, unserem sozialen Umfeld und unserer Umwelt. Um effektiv zu kommunizieren, müssen wir die Emotionen anderer genau erkennen und in der Lage sein, eigene Emotionen klar zu vermitteln und auszudrücken.

Emotionen einsetzen

Wie Sie sich fühlen, hat Einfluss darauf, wie und woran Sie denken. Emotionen lenken Ihre Aufmerksamkeit auf Wichtiges, stimmen Sie auf bestimmte Handlungen ein und fördern die Lösung von Problemen, indem sie Ihre Denkprozesse steuern.

Gefühle verstehen

Emotionen sind kein Zufall. Sie werden durch ganz bestimmte Faktoren ausgelöst, verändern sich nach festgelegten Regeln und sind nachvollziehbar. Ihre Kenntnis der Gefühlswelt spiegelt sich in Ihrem diesbezüglichen Wortschatz und in Ihrer Fähigkeit zu emotionalen Was-wäre-wenn-Analysen wider.

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Emotionen managen

Da Gefühle Informationen enthalten und unser Denken beeinflussen, ist es notwendig, sie auf intelligente Weise in unsere Überlegungen, unsere Ansätze zur Problemlösung, unser Urteilsvermögen und unser Verhalten einzubauen. Zu diesem Zweck müssen wir Emotionen — auch unangenehmen — aufgeschlossen begegnen und uns für Strategien entscheiden, die die Weisheit der Gefühlswelt einbeziehen.

Jeder dieser Kompetenzbereiche existiert unabhängig von den anderen. Gleichzeitig bauen sie jedoch aufeinander auf. Wir können jede dieser Fähigkeiten für sich messen, erlernen und entwickeln. Die Wechselbeziehungen zwischen den Kompetenzen ermöglichen es uns jedoch, sie auf integrative Art und Weise einzusetzen, um wichtige Probleme zu lösen. Personen, die ihre Kompetenz des Selbst-Managements und insbesondere der Führung stärken wollen, tun gut daran, das oben genannte Buch zu lesen.

Selbstverantwortung und Selbstmotivation gehören zusammen

„Motivierung zerstört die Motivation“ behauptet Reinhard K. Sprenger, Managementtrainer und Buchautor. In seinen Büchern „Mythos Motivation“ und „Das Prinzip Selbstverantwortung“ erklärt er, wie das zu verstehen ist.

Allem vorweg: In seinen Grundaussagen hat Sprenger Recht, auch mit seiner Forderung, der Mensch müsse für sich und sein Tun die volle Verantwortung übernehmen. Natürlich ist das der anspruchsvollere Weg, als sich als ohnmächtiges Opfer von Sachzwängen zu sehen. Allzu viele leiden indes am „Pilatussyndrom“, glauben also, sich mangels Einflussnahmemöglichkeiten die Hände in Unschuld waschen zu dürfen, wenn rundherum Unrecht geschieht, immer mehr Arbeitsplätze abgebaut werden und die Umwelt zerstört wird.

Tatsache ist: Es gibt auf allen Ebenen, vom Top-Management bis zur Basis, weitaus mehr Handlungsspielraum als allgemein angenommen wird. Die schlimmsten Grenzen sind immer noch jene im eigenen Kopf. Schade ist nur, dass Sprenger als Trainer und zeitweise auch im Buch sinnvolle und zeitgemässe Lebensweisheiten in derart provokativer Weise serviert, dass die eigentliche Botschaft unterzugehen droht. „Alle Motivierung resultiert aus Misstrauen, denn wer andere motivieren will, impliziert, dass die Leute nicht von sich aus bereit sind, die volle Leistung zu erbringen“, findet Sprenger.

Dass es eine Illusion ist, andere – mit welchen „Zückerchen“ auch immer — anhaltend motivieren zu können, ist nicht neu. Und mögen Incentives und andere Anreizsysteme noch so exklusiv und/oder abenteuerlich sein, ob sie ein paar Wochen nach ihrem Stattfinden noch wirksam sind, wenn es darum geht, einen überdurchschnittlichen Einsatz, notfalls sogar am Abend oder am Wochenende zu erbringen, steht auf einem anderen Blatt. Gerade in der heutigen Zeit ist es wohl eher die Angst um den Arbeitsplatz, die das Murren über Zusatzleistungen unterdrückt, als dass diese aus Lust und Begeisterung geleistet werden.

Mehr zum Buch „Emotionale Intelligenz“ erfahren Sie hier


Das Buch zum Thema

Erfolgreich in der ersten Chefposition    

Andreas Ebneter – Erschienen im PRAXIUM-Verlag, Zürich – Umfang: 348 Seiten Mit CD-ROM und allen Arbeitshilfen und Mustertexten – ISBN 978-3952324639

Praxisrelevante Grundlagen und Tipps für einen erfolgreichen Start in der neuen Führungsposition – mit Mustervorlagen, Plan für erste 100 Tage auch auf CD-ROM und viele Starthilfen mehr. Dieses Buch ist sowohl Nachwuchskräften als auch erfahrenen Führungskräften, die ihr eigenes Führungsverhalten überprüfen wollen, zu empfehlen.

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