Personalentwicklung

Die wichtigsten E-Learning-Trends

Das  Institut für Medien- und Kompetenzforschung befragt alljährlich Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, welche E-Learning-Trends sich innerhalb der kommenden drei Jahre im Bereich der betrieblichen Weiterbildung abzeichnen.

Die aktuellen Ergebnisse der wichtigsten E-Learning-Formen bis 2017 MMB sind die folgenden. Wir fügen jedem Trend zum besseren Verständnis ein mögliches kurzes Praxisbeispiel an.

Platz 1: Blended Learning

Ein Mix aus Präsenzlernen von Mensch zu Mensch und digitalem Lernen, wird als wichtigste Bedeutung für die betriebliche Weiterbildung gesehen. Beispiel: Digital werden neue Funktionen einer Software erlernt und im Präsenzlernen die Nutzungsmöglichkeiten für die betriebliche Praxis diskutiert und vertieft.

Platz 2: Virtuelle Klassenräume

Virtuelle Klassenräume für das Gruppenlernen oder synchrone Online-Vorträge werden ebenfalls als relevant beachtet. Sie vereinen mehrere Tools für Audio-Konferenz, Text-Chat, Whiteboard, Application Sharing und mehr. Beispiel: an einer Audio-Konferenz werden neue Technologien vorgestellt und im Text-Chat dann auf die Anwendung auf Abteilungsebene diskutiert.

Platz 3: Mobile Learning

Mobile Learning und hier besonders das Microlearning in kleinen Einheiten wird als ebenso zukunftsträchtig beurteilt. Besonders hoch bewertet wird hier der Vorteil des zeit- und ortsunabhängigen Lernens. Beispiel: Nach einem Seminar werden in kleinen Lerneinheiten Repetitionsfragen zur betrieblichen Anwendung gestellt.

Platz 4: Web Based Training (WBT)

Das Lernen im und mit dem Internet ermöglicht zahlreiche Formen der Interaktion und Kommunikation (E-Mail, Chat, Forum, Social Media) unter den Lernenden. Beispiel: Tägliche Learning-Nuggets per E-Mail und Erfahrungs-Feedback aus Anwendungen in der Praxis in Chatrooms und Foren.

Platz 5: Social Networks und Social Communities

Beim Social Learning dienen soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Blogs als Plattform für den Gruppenunterricht, Diskussionen, Wissensaustausch und Archive und mehr. Beispiel: Während eines Seminars per Twitter neue Erkenntnisse an nicht teilnehmende Mitarbeiter und Zusammenfassungen im Mitarbeiter-Blog.

Platz 6: Simulationen

Simulationen werden als weniger zukunftsrelevant betrachtet als früher. Sie eignen sich besonders zur Verbesserung der analytischen Fähigkeiten oder der Teamkommunikation und werden auch häufig für das Training von Management- und Führungskompetenzen. Beispiel: Neue Anwendungsmöglichkeiten einer Maschine simulieren.

Platz 7: Adaptive Learning

Adaptive Learning ist ein neuerer Trend. Adaptive Lernsysteme passen sich den Bedürfnissen der Nutzer an. Sie ermöglichen daher die individuelle Gestaltung von Lernprozessen. Beispiel: Berücksichtigung von Lerntempo, Lernformen, Lernzielen und Wissensstand bei der Erlernung neuer Kommunikationskanäle.

Platz 8: Serious Games

Unter Serious Games fasst man digitale Lernspiele, die zur Vermittlung neuer Kenntnisse genutzt werden, zusammen. Sie haben jedoch an Bedeutung eingebüsst. Beispiel: Instruktorinnen lernen spielerisch die möglichen Kundenfragen und –unsicherheiten bei Einführung von Selfscannings in einem Supermarkt kennen.

Platz 9: Wikis

Eine Form des kollaborativen Lernens mit dem Ziel, die unter-schiedlichen Kenntnisse der einzelnen Teilnehmer zur Schaffung einer einheitlichen Wissensbasis zu nutzen. Beispiel: Autoren erstel-len gemeinsam Texte und andere Medieninhalte für neue Abläufe

Platz 10: Augmented Reality

Auch die kostenintensiven Technologien der Augmented Reality werden von Experten als für die Zukunft des Lernens auch in der betrieblichen Weiterbildung als bedeutsam beurteilt. Hierbei handelt es sich um eine Kombination, bzw. einen Mix aus wahrgenommener Realität und vom Computer virtuell erweiterten Aspekten. Beispiel: Erleben, und Sehen eines neuen Ladens mit neuen real noch nicht bestehenden Demonstrationsmöglichkeiten von Produkten mit Kunden.

Platz 11: Microblogging und virtuelle 3D-Welten

Microblogging-Tools wie Twitter, Tumblr, Pinterest wird eine weiter-hin wichtige Rolle für die Weiterbildung im Unternehmen beige-messen, ebenso Lernumgebungen in virtuellen 3D-Welten. Bei-spiel: In virtuellen 3D-Welten können anschauliche Situationen in einem neuen weitgehend automatisierten Logistikcenter erzeugt und für die Interaktion und das Zusammenspiel zwischen Robotern und Menschen trainiert werden.

 


Praxisratgeber zur Personalentwicklung   

Martin Tschumi – Umfang: 380 Seiten – Mit allen Arbeitshilfen und Checklisten auch auf CD-ROM – Erschienen im PRAXIUM Verlag, Zürich

Dieser Ratgeber überzeugt vom Personalentwicklungs-Konzept über Instrumente der Personalentwicklung bis zu Online-Learning-Methoden. Viele Vorlagen und Arbeitshilfen helfen bei der Umsetzung. Handlungsanweisungen, Fallbeispiele, Mustervorlagen, Umsetzungstipps und erfolgserprobte Fakten und Beispiele aus der Unternehmenspraxis stehen im Vordergrund. Hinzu kommt eine über 25 Folien umfassende fertig gestaltete, strukturierte und getextete Powerpoint-Präsentation zu den Kernelementen der Personalentwicklung und Excel-Analyse-Tools. Das Buch ist auf aktuellem Stand und bei Amazon das meistverkaufte Buch zum Thema.

  Mehr bei hrmbooks.ch                    Mehr bei amazon.de

              


Dieser Beitrag könnte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen interessieren

0 Kommentare zu “Die wichtigsten E-Learning-Trends

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.