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Googeln im HR – massgeschneiderte Tipps für die Personalarbeit

HR-Professionals recherchieren oft und intensiv. Und sind vor allem auf präzise, aktuelle und ergiebige Informationen angewiesen. Einige interessante Zusatzinformationen mit HR-Beispielen finden Sie in diesem Beitrag.

Blogs und andere Internetformen

Google gestattet die Suche in Blogs (Blogs sind einfache Publikationstools für Beiträge und Artikel zu bestimmten Themen), welche oft eine recht hohe Informationsqualität aufweisen, auch zu HR-Themen, da sie oft von Fachleuten oder engagierten Interessenten geführt werden. Auch die Suche in Groups (Mailinglisten und Diskussionsgruppen) oder spezialisierten Rubriken wie Scholar (vor allem wissenschaftliche Dokumente) können sehr ergiebig sein. Die breite Palette von Möglichkeiten sind bei Google etwas versteckt auf einer Seite hier ersichtlich.

Dateiformat beeinflusst Qualität und Auswahl

Google gestattet unter der „erweiterten Suche“ unter „Dateityp“ auch die Einschränkung auf Dateiformate. Wählt man hier PDF-Formate, erscheinen beispielsweise oft Zeitschriftenartikel, Reports, Fachbeiträge und ähnliches und bei der Wahl von Powerpoint-Folien Präsentationen, Studien, Fachreferate und andere qualitativ gute Informationen. Dies ist eine oft sehr ergiebige Art, auf neue und besonders gute Informationen zu stossen, die sonst nicht erschlossen werden könnten. Auch die Suche über Bilder kann neue Quellen erschliessen, auch wenn nicht primär nach Bildern gesucht wird.

Google Trends

Mit Google Trends kann man mit Stichworten verfolgen, wie sehr gewisse Themen wie Candidate Experience, Social Recruiting, Employer Branding im Trend liegen und ob die Suche darnach zu- oder abnimmt. Kann auch für die Eruierung  von Weiterbildungsthemen oder Diskussionsthemen in Social Media-Foren interessant sein. Dies ist beispielsweise für laufende Projekte oder wichtige Konzepte von Interesse.

Google kann auch übersetzen

Google ist auch als Übersetzer zur Stelle: translate: Mitarbeiterbindung bei einer Übersetzung ins Englische. Das Lautsprecher-Symbol oben rechts hilft bei der Aussprache und das Kopier-Icon kopiert den übersetzten Begriff. Der Google-Übersetzer übersetzt sogar ganze Textteile (Sucheingabe deutsch englisch übersetzen genügt und man kann sofort zu übersetzende Texte einfügen oder gar mit Spracheingaben übersetzen). Perfekt gelingt dies allerdings bei weitem noch nicht. Bei Klick auf Sprache erkennen öffnet sich gar ein Menü mit Dutzenden von Sprachen, bei denen auch das Hawaische und Chinesische nicht fehlen.

Newsdienst zum Suchthema

Sogenannte Google Alerts sind E-Mail-Benachrichtigungen über neueste relevante Google-Ergebnisse (z. B. Webseiten, Nachrichten) für definierte Suchanfragen, in einer Vorschau kann man dabei sehen, welche Art von Ergebnissen zu erwarten sind. Mit Google Alerts kann man beispielsweise die neuesten Nachrichten und Trends zum HRM oder zu Spezialgebieten des Personalwesens vom Arbeitsrecht über Personalentwicklungstrends bis zum Recruiting-News im Auge behalten, auf dem Laufenden bleiben oder sich bei einem Projekt auf dem neuesten Stand halten lassen.

Auf bestimmten Webseiten suchen

Viele Webseiten haben eine eigene Suchfunktion, wo man aber nicht immer das findet, wonach man sucht. Schneller und oft genauer geht dies in einem Durchgang mit Google. Sie können die Suchergebnisse auf Resultate einer bestimmten Website und Domain beschränken. Die Eingabe von site:hrpraxis.ch recruiting zeigt Ihnen beispielsweise alle Beiträge unseres Blog zum Thema Recruiting an.  Dies kann für HR-Zeitschriften, Weiterbildungs-Seiten, HR-Foren, Social Media und mehr genutzt werden.

Bilder-, News- und Sprachen-Suche einbeziehen

Direkt unter dem Suchfeld von Google kann die Suche nach obigen Rubriken erweitert oder eingeschränkt werden. Vor allem die Bildersuche ist interessant, da hier die Ergebnisse visuell erscheinen und es in der Regel andere und neue Websites sind als in der Textsuche. Die Suche in der News-Rubrik bringt die bestmögliche Aktualität und Qualität, da hier Medienseiten aufgerufen werden. Die Länderwahl „nur Schweiz“ oder „alle Länder“ ist beispielsweise bei arbeitsrechtlichen oder bewusst internationalen Recherchen wie Neues zum Social Media-Recruiting von Bedeutung.

Google als Wörterbuch und Taschenrechner

Ist man unsicher, ob Sabbatical mit einem oder zwei „b“ die richtige Schreibeweise ist oder wie ein englischer Fachausdruck korrekt ist, kann man einfach Begriffe eingeben und Google meldet korrigierte Schreibweisen. Auch welche Begriffe häufiger gebraucht werden, erkennt man an der Anzahl Suchresultate – ob es Personalarbeit oder Personalmanagment ist. Das funktioniert auch mit Redensarten, Synonymen und vielen andere Sprachfragen. Der vorangestellte Kurzkennzeichnung define:Retention Management definiert zudem automatisch Fachbegriffe. Goolge kann übrigens auch (mit allen Operationen) rechnen und zaubert einen Taschenrechner hervor. Eingabe von 500/100 beweist es.

Sich auf die Aktualität verlassen

Etwas versteckt kann die Aktualität der Resulate definiert werden. Nach Eingabe des oder der Begriffe erscheint unter dem Suchfeld eine Rubrikenzeile mit der Rubrik Suchoptionen auf der rechten Seite. Klickt man auf diese, erscheint unten eine weitere Ziele mit der Unterrubrik „Beliebige Zeit“, wo der Zeitraum – sogar bis Resulate nicht mehr als 24 Stunden aktuell – festgelegt werden kann. Dies ist bei Gesetzen, Zahlen, Statistiken oder beim aktuellsten Stand wichtiger Ereignisse oder Themen nützlich. In der Rubrikenanzeige können auch Sprache, verwandte Suchbegriffe und mehr angezeigt werden.

Nach Begriff direkt auf Website suchen

Wenn man auf einer Webseite auf Begriffe oder Wörter stösst, zu denen man mehr wissen will: Einfach Wort oder Satz mit Doppelklick markieren, rechte Maustaste drücken und Goolge-Suche nach anklicken. So stösst man auf vertiefende Informationen oder kann sich unbekannte Fachbegriffe definieren lassen. Apropos Definition und Erklärung von Begriffen. Dies geht ist auch mit Eingabe von define:Active Sourcing möglich.

Aufbereitung und Form gesuchter Informationen

Es ist eine oft sinnvolle Präzisierung, die Art und Form der Informationen nach dem Suchbegriff mit einzugeben. Suchen Sie also beispielsweise nach Arbeitswelt 4.0 können Sie je nach Wunsch Begriffe wie Referat für mehr Tiefe, Checklisten für Schnellüberblicke oder FAQ für häufig gestellte Fragen. Wer beispielsweise visuelle Informationen bevorzugt, erreicht dies mit Begriffen wie Infografik oder Mindmap und mehr.

Schnelle Auskünfte auf einfache Fragestellungen

In vielen Bereichen und Wissensgebieten bietet Google direkte, einfache und schnelle Auskünfte ohne komplizierte Sucheingaben oder Aufruf von Websites. Beispiele für Eingaben: „50 Euro in Schweizer Franken“ – „Sabbatical Definition“ – „Value auf deutsch„. Ein Artikelbegriff mit dem Zusatz kaufen öffnet rechts aussen Shopangebote. „Wetter heute“ zeigt das Wetter des Standortes mit Grafik und Zusatzangaben oder „Aktie Name des Unternehmens“ den Chart einer Aktie mit dem Unternehmensportrait. Zudem sind Sucheingaben auch direkt in der Webadresszeile möglich, ohne jedes Mal die Google-Website aufrufen zu müssen.

Es gibt nicht nur Google

Bei wichtigen Recherchen sollte man auch andere Quellen nutzen, da jede Suchmaschine abweichende Treffer meldet. Es sind dies beispielsweise:

bing.ch Microsoft-Konkurrenz
search.ch: Schweizer Suchmaschine
e-tools: Metasuche Schweiz
Paperball.de: Grosser deutscher Newssuchdienst
Slideshare
: Slides und Präsentationen

 


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