Mitarbeitergespräche

Das moderne Mitarbeitergespräch im Wandel der Zeit

Man hört zuweilen von gewissen Unternehmen und HR-Experten und Leadership-Gurus, das Mitarbeitergespräch sei ein alter Hut und gehöre abgeschafft. Was ist davon zu halten und welche Kritik und Argumente treffen zu und welche nicht?

In Zeiten wandelnder Unternehmenskulturen, sich verändernder Mitarbeiterbedürfnisse, steigender Agilität und ganzheitlicher Kommunikation haben sich Anforderungen und Inhalte von Mitarbeitergesprächen ebenfalls verändert. Ziele und Gespräche sollten mehr und mehr auch in Teams gemeinsam vereinbart und geführt werden, Beurteilungen sollten in kurzen Zyklen Feedback gleichberechtigt ohne hierarchischen Einbezug und starre Ausrichtungen auf organisatorische Gegebenheiten erfolgen.

Vor allem Feedback von Markt und Kunden wie auch dem Team wird wichtiger als Feedback von Führungskräften und förderndes und lernorientiertes dem Qualitätsbewusstseins und der Weiterentwicklung dienendes Feedback wichtiger als bewertendes und quantifizierendes. Im Interesse einer stärkeren Selbststeuerung und Eigenverantwortung werden Ergebnisse und Qualitätskontrollen von allen an den Unternehmensleistungen Beteiligten von den verantwortlichen Mitarbeitern über Teams bis zu Führungskräften übernommen.

Gesprächsinhalte sollen nach wie vor strukturiert und leistungsrelevant erfolgen, aber qualitative Aspekte, ganzheitliche Unternehmensanforderungen und Defizite offener und ganzheitlicher angegangen werden. Gesprächsinhalte, Ziele, Anforderungen gehen mehr als früher von den Teams und den Mitarbeitern aus und verzichten auf Vorgaben von oben. Dabei kommt Führungskräften im modernen Verständnis von Mitarbeitergesprächen mehr eine Vermittler- und Mentorenrolle als die eines Richters und Notenvergebers zu.

Das HR greift aktiver in den Prozess ein und bindet Mitarbeitergespräche konsequenter in den gesamten unternehmerischen Kommunikationsprozess ein, indem es einerseits die Gesprächskultur und Anforderungen an moderne Mitarbeitergespräche und andererseits die Abläufe und Organisation aktiv überwacht und steuert.

Wir meinen: Das Mitarbeitergespräch als bewährtes Führungsinstrument soll erhalten bleiben. Nur dessen Qualität und Anforderungen sollen sich den obigen Entwicklungen anpassen und neue Akzente setzen. Das Kind mit dem Bade ausschütten zu wollen ist bekanntlich selten ein kluger Weg.


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Der grosse Vorteil von Mustergesprächen ist, dass sie konkrete und somit direkt in die Praxis übernehmbare Formulierungen bieten, praxisnah Gesprächsabläufe aufzeigen, Gespräche mit vielen konkreten Beispielen näherbringen und Gesprächssituationen behandeln können, die in der Praxis häufig auftreten und Probleme bereiten.

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