Personalentwicklung

Fallbeispiel: Erfolgskontrolle eines Transferprogrammes

Gerade in der betrieblichen Praxis ist Wissensvermittlung erst dann erfolgreich und wirklich motivierend, wenn sie zu Verhaltensänderungen führt und im Berufsalltag sowie in Arbeitssituationen auch wirklich angewendet wird.


Forschungen und Untersuchungen zeigen folgendes klar: Ob Gelerntes in der Realität zur Anwendung kommt steht in einem nachweisbaren Zusammenhang damit, wie das Gelernte erworben wurde. Das nachfolgende Fallbespiel einer systeamtischen Erfolgskontrolle eines Transferprogramm soll einige konkrete Anregungen für die Praxis geben.

Ausgangslage

Die Santora AG betreibt eine aktive Personalentwicklung. Allerdings mangelt es an der konsequenten und nachhaltigen Umsetzung im Be-triebsalltag, was beim Kader zu Motivationsproblemen führt.

Massnahmen

Durch verschiedene Analysen und Gespräche kommt man zum Schluss, die Erfolgskontrolle von Weiterbildungsaktivitäten mit einem umfassenden Transferprogramm zu kombinieren.

Erfolgskontrolle mit massgeschneidertem Transferprogramm

Die Erfolgskontrolle wird durch ein umfassendes Transferprogramm sichergestellt, für welches die jeweiligen Vorgesetzten verantwortlich sind. Das aus sechs Massnahmen bestehende Paket umfasst – hier am Beispiel eines Powerpoint-Lehrganges demonstriert – folgende Schritte:

  1. Während zwei Monaten werden insgesamt vier kunden- und betriebsrelevante Powerpoint-Präsentationen erarbeitet, die dann ef-fektiv zum Einsatz kommen und beurteilt werden.
  2. In wöchentlichen Kurzpräsentationen werden die Powerpoint-Arbeiten in Workshops demonstriert, die von einem IT-Zuständigen und vom Marketingleiter moderiert werden.
  3. Einmal pro Woche ist ein IT-Zuständiger im Rahmen eines Trainings-on-the-Job voll verfügbar und anwesend, wenn es um die Erstellung von Powerpoint-Präsentationen geht.
  4. Eine Folgeveranstaltung mit dem Powerpoint-Lehrgangs-Anbieter vertieft die Kenntnisse und beantwortet Fragen aus der Praxis.

Die Präsentations-Arbeiten werden im Intranet publiziert und eine der Arbeiten dann von allen Mitarbeitenden im Rahmen eines Wettbewerbs zur „Präsentation des Jahres“ auserkoren – mit dem Hauptgewinn eines Städtefluges nach Rom im Wert von CHF/Euro 600.-

Der Jahresbericht der Geschäftsleitung wird dann in einem Workshop mittels Powerpoint mit fiktiven Daten erstellt und dieser dann als Abschlussarbeit symbolisch „überreicht“.

Resultat

Mit diesen auf mehreren Ebenen und zur Umsetzung motivierenden Massnahmen mit viel aktiver Unterstützungsarbeit gelingt es, die Umsetzung in die Betriebspraxis zu systematisieren, Erfolgserlebnisse zu schaffen und somit generell die Motivation für PE-Massnahmen zu stärken.

 


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