Human Resource Management Mitarbeiterführung

Mehr Mut für eine lebendige und eigenständige Managementsprache

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Die Wortwahl, die Sprache, die Beispiele und die Formulierung, die Schreibende verwenden, verraten viel über deren Persönlichkeit und Charakter. Das kommt auch in der Management- und Sprache zu und über Mitarbeiter zum Ausdruck.

Die Symbolkraft von Wort und Sprache

Sie sind oft Ausdruck der inneren Grundhaltung, Repräsentanzen der Lebenswerte und Zeichen für die Art, wie sie Menschen und die Welt sehen bzw. wahrnehmen. Menschen, die beispielsweise oft negative, pessimistische Wörter verwenden wie katastrophal, verheerend, horrend usw. sind auch in ihrem Wesen oft negativ und pessimistisch.

Die gewählten Begriffe und Wörter repräsentieren – zumindest teilweise – die Denkweise, die Unternehmenskultur und beispielsweise das Menschenbild des Unternehmens. Es ist deshalb wichtig, in Mitteilungen und Briefen positive, konstruktive und kraftvolle, zupackende und lösungsorientierte Wörter und Begriffe zu verwenden, die eine wesentlich stärkere Wirkung haben. Beispiele: gewinnbringend, anpacken, kraftvoll, zuversichtlich, erfolgserprobt usw.

Mut für lebendige und eigenständige Managementsprache

Es ist zuweilen erschreckend, wie uniform, gestanzt und damit nichtssagend Managementsprache daher kommt. Oft sind es stets die gleichen austauschbaren (Mode)Begriffe, die gleichen Schwerpunkte, die gleichen Appelle eines Managerslangs, der Mitarbeiter und Kunden gleichermassen langweilen. Die Ansammlung von genormten Begriffen wie Effizienz, Strategie, Innovation, Wettbewerb, Kundenorientierung und mehr ist genau so ermüdend und oft inhaltsleer wie Formulierungen und Aussagen im Sinne von „Die Herausforderung, Energie effizient zu nutzen“ oder „In unserem Fokus stehen motivierte, gut ausgebildete Mitarbeiter“.

Oft kommen dann noch Anglizismen wie in „beste Rahmenbedingungen bieten, um mit Hingabe unser Qualitätsbekenntnis ‹Passion for Quality› leben zu können“ hinzu, die für jene Mitarbeiter, die dies nicht verstehen, nicht nur für Langweile sondern für Verwirrung sorgen.

Es ist die grosse Chance des Human Resource Management, mit einem lebendigen, eigenständigen und den Werten der Unternehmenskultur und Personalpolitik entsprechenden Sprachstil andere und neue Wege zu gehen. Etwas mehr Mut zu Eigenwilligem, etwas mehr Witz zur Auflockerung und etwas mehr echte und ansteckende Begeisterung – um nur einige wenige Beispiele zu nennen – bewirkt nicht nur höhere Aufmerksamkeit, sondern führt auch sofort zu mehr Persönlichkeit und Profil.

Spannungsmittel und Aufmerksamkeitsgewinnung

Ein Medienwissenschaftler hat einmal gemeint, Aufmerksamkeit werde je länger je mehr zum wertvollsten Gut. Angesichts der heutigen Reizüberflutung von Medien verschiedenster Art, immer raffinierteren Erscheinungsformen und unterschiedlichster Informationsaufbereitungen ist es tatsächlich schwierig geworden, die ungeteilte Aufmerksamkeit von Lesern und Mitarbeitern zu gewinnen. Nebst der Gestaltung und anderer in diesem Buch zur Sprache kommenden Techniken und Regeln gibt es aber auch einige rein textliche Spannungsmittel zur Aufmerksamkeitsgewinnung.

Der Buchtipp

Mit diesen und vielen anderen Lernmethoden mehr und auch ausführlicher mit zahlreichen Fallbeispielen aus der Praxis setzt sich auch das folgende Buch auseinander:

 


Das Buch zum Thema

Handbuch zum Personalmanagement     

Martin Tschumi – Umfang: 380 Seiten – Mit allen Arbeitshilfen und Excel-Tools auch auf CD-ROM Erschienen im PRAXIUM Verlag

Von der Personalplanung bis zur Personalstrategie inkl. Excel-Tools auf CD-ROM überzeugt dieses Buch und ist auch für die Aus- und Weiterbildung geeignet und wird an Schulen verwendet. Unsere Meinung: Pflichtlektüre für HR-Leute, die kompakt, aktuell und praxisnah informiert sein wollen.

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