Mitarbeiterführung Mitarbeitergespräche

Das strukturierte Mitarbeitergespräch – eine bewährte Erfolgsmethode

Das Mitarbeitergespräch lässt sich in den meisten Fällen im Interesse eines geordneten und systematischen Ablaufs und einer besseren Zielerreichung und Zweckerfüllung sinnvoll strukturieren, was eine erfolgreiche Gesprächsführung wesentlich erleichtert.

1. Thema/Ausgangslage

Um welches der allenfalls vorgängig vorgestellten Gespräche (Konfliktgespräch, Zielvereinbarungen, Fördergespräch, Standortbestimmung, Problemlösung, Probezeitgespräch usw.) handelt es sich? Die genaue Schilderung der Ausgangslage mit Beispielen, aktuellen Anlässen oder Beobachtungen steckt den Gesprächsrahmen ab.

2. Gesprächsziel

Dieses kann gemeinsam erarbeiten werden oder es wird von der Führungskraft je nach Gesprächsthema vorgegeben. Ein solches Ziel sollte konkret, konstruktiv, messbar, terminiert, aktiv beeinflussbar, relevant und kontrollierbar sein. Nicht immer sind alle diese Zielanforderungen möglich oder sinnvoll. Und es kann auch Situationen geben, in denen der Gesprächsanlass genügt und kein Ziel notwendig ist (Meinungs- und Ideenaustausch oder Zusammenarbeitsgespräch)

3. Gesprächskern

Der Gesprächskern ist der eigentliche Inhalt, der Dialog, mit dem das Gesprächsziel erreicht werden soll und eine wenn immer möglich gemeinsame Problemlösung, Ideenfindung oder Massnahmenergreifung gefunden werden soll. Aktives Zuhören, Würdigung der Gesprächsbeiträge, Konsensfindung, Einfachheit, Prägnanz, Relevanzausrichtung, Empathie, Erfolgszuversicht, Handlungs- und Lösungsfokus und Zieleinhaltung sind einige wichtige Anforderungen für einen erfolgreichen Gesprächsverlauf. Gesprächskerne können sein:

· Argumente und Lösungsmöglichkeiten
· Zusammenarbeit und Führung
· Problemdefinition und Problemlösung
· Mitarbeiterbeurteilung und Zielvereinbarung
· Finden von Konfliktursachen und Konfliktlösungen

4. Diskussion von Massnahmen und Massnahmenentscheidung

Sind Massnahmen oder Handlungen für Problemlösungen erwünscht oder notwendig, werden diese im Hinblick auf die Zielerreichung erörtert und diskutiert. Hier stehen die möglichen Ideenfindungen und Lösungsoptionen, das Abwägen und Prüfen auf die Zieldienlichkeit und die Massnahmenentscheidung im Zentrum.

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5. Termine, Verantwortung, Aufgabenzuteilung und Mittel

Sind die Massnahmen oder Lösungswege entscheiden, geht es um die Sicherstellung der Umsetzung. Die drei wichtigsten Elemente sind dabei klare Termine, das Festlegen, wer wofür die Verantwortung übernimmt und welche Aufgaben erhält und welche Mittel oder Ressourcen dafür notwendig sind oder noch fehlen.

6. Zielerreichbarkeit und Messbarkeit

Hier geht es nochmals darum, die Zieldienlichkeit zu überprüfen und die Kriterien der Messbarkeit zu bestimmen. Wichtig ist, dass der Mitarbeitende weiss, was von ihm bis wann erwartet wird, welche Unterstützung und Mittel er erhält und woran er erkennt, dass das Gesprächsziel erreicht wurde.

7. Erfolgskontrolle und Followup-Gespräch

Je nach Gesprächsart ist die Erfolgskontrolle zentral und wichtig (Zielvereinbarungen, Konfliktlösungen, Fördergespräche oder es ist ein Followup-Gespräch, welches Bilanz zieht (Probleme der Zusammenarbeit, Standortgespräch, Meinungs- und Ideenaustausch).


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Der grosse Vorteil von Mustergesprächen ist, dass sie konkrete und somit direkt in die Praxis übernehmbare Formulierungen bieten, praxisnah Gesprächsabläufe aufzeigen, Gespräche mit vielen konkreten Beispielen näherbringen und Gesprächssituationen behandeln können, die in der Praxis häufig auftreten und Probleme bereiten.

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