Mitarbeiterführung

Die Do’s und Don’ts bei Kündigungen

Trennungsmanagement

Der Verlauf einer Entlassung und die damit ausgelösten Emotionen weisen oft Parallelen mit Trauerprozessen auf, wie sie bei Todesfällen oder Scheidungen stattfinden. Man kann Kündigungsschocks aber mit adäquatem Verhalten reduzieren.

Auf den ersten Schock folgt oft eine Phase der Verdrängung und des Nicht-Wahrhaben-Wollens, in denen die Betroffenen sehr gefasst und scheinbar emotionslos weiter funktionieren und zur Tagesordnung übergehen. Dieses Verdrängen eines Einschnitts scheint in Gemeinschaften gemäss Untersuchen noch besser zu gelingen als allein: Offenbar vermitteln sich die Menschen, wenn der erste Schock überwunden ist, gegenseitig ein scheinbares Gefühl von Normalität oder des Starkseins, dies schnell weggesteckt zu haben.

Die Kündigung selbst ist für manche Mitarbeiter ein erneuter Schock; die meisten aber haben es entweder bereits geahnt oder sind darauf vorbereitet. Die Kriterien der Sozialauswahl (Dauer der Betriebszugehörigkeit, familiäres Umfeld, Qualifikation) sind meistens bekannt; also kann man sich recht genau ausrechnen, wie weit oben oder unten man auf der Liste der Betroffenen steht.

Trotzdem löst diese Phase noch einmal starke Emotionen aus wie Verzweiflung, Angst, Wut, Auflehnung, Zorn. Erst nach einigen Wochen beginnt man allmählich die Realität zu akzeptieren und sich der neuen Situation anzupassen. Je nach Persönlichkeit gehen die Betroffenen danach sehr unterschiedlich mit dieser Situation um: Einige gehen zur Tagesordnung über, andere werden aktiv und handeln und andere wiederum planen systematisch das weitere Vorgehen und sind auch bereit, Hilfe zu beanspruchen.

Do’s und Don‘ts bei Kündigungen

Die nachfolgende Übersicht zeigt, wie man den Schock einer Kündigung abschwächen und Aggressionen bremsen kann.

Die Do’s 

  • Betonen, dass Leistung und Qualifikation nicht der Grund sind
  • Wertschätzende Gesprächsführung im Trennungsgespräch
  • Auf zweites Gespräch mit Hilfe, guten Konditionen hinwei-sen
  • Die Begründung sachlich und mit Fakten darlegen
  • Aufrichtigen Dank, Respekt und Würdigung ausdrücken
  • Konkrete Fakten zu Konditionen, Fairness und Hilfsangeboten
  • Weiteres Vorgehen und Zusammenarbeiten definieren

Die Don‘ts

  • Kein Small Talk oder langes Hin- und Her-Geplänkel
  • Keine Schuldzuweisungen oder gar Aggressionen
  • Kein übertriebenes Mitleid
  • Keine Ratschläge oder psychologisches Halbwissen
  • Kein joviales Schulterklopfen und oberflächliches Aufmuntern
  • Keine Allgemeinplätze wie „Das werden Sie schon packen“
  • Keine falschen oder vagen Hoffnungen machen
  • Sich nicht auf Diskussionen und Polemik einlassen
  • Charakter und Persönlichkeit des zu kündigenden Mitarbeiters


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