Mitarbeiterführung

Das sind sie: Die beliebtesten Fringe Benefits

Fringe Benefits sind freiwillige Leistungen des Unternehmens, welche zusätzlich zum Lohn ausgerichtet werden, und zwar im allgemeinen nicht monetär und unabhängig von der Leistung des Mitarbeitenden oder vom Geschäftsresultat des Unternehmens.

Weil es sich meistens um freiwillige Leistungen handelt, verfügen die Unternehmen bei der Gestaltung des Fringe Benefits Package über einen grossen Spielraum. Tages-Anzeiger online verrät im Beitrag

Wie Firmen ihre Angestellten bei Laune halten

nach Unternehmensgrössen aufgeschlüsselt die zur Zeit beliebtesten Fringe Benefits von Schweizer Unternehmen. Diese beruhen auf einer repräsentativen Umfrage des Bundesamtes für Statistik (BFS) und zeigt, dass Lohnnebenleistungen bei den Arbeitnehmern immer beliebter werden: Seit 2004 stieg die Zahl der Beschäftigten, die solche Fringe Benefits erhalten, von 67 Prozent um gut 10 Prozent auf 78 Prozent an.

Am häufigsten profitieren davon Angestellte der Versicherungsbranche und des Finanzsektors: 90 Prozent von ihnen gaben an, solche Zusatzleistungen zu erhalten. Im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Erziehung und im Unterricht sowie im Gastgewerbe erhalten hingegen nur weniger als zwei Drittel der Arbeitnehmer Fringe Benefits.

Perodische Prüfungen

Fringe Benefits sollten periodisch auf deren Nutzen, die Wirkung und Akzeptanz hin überprüft werden. Der Nutzen der Fringe Benefits wird in der Unternehmenspraxis zu selten oder, mindestens nicht systematisch, ermittelt – weder jener für das Unternehmen im Sinne der Beeinflussung von Motivation oder Loyalität noch der Nutzen oder die Wertschätzung auf Seiten der Mitarbeitenden.

Nutzen und Gefahren

Der Nutzen der Fringe Benefits wird in der Unternehmenspraxis zu selten oder, mindestens nicht systematisch, ermittelt – weder jener für das Unternehmen im Sinne der Beeinflussung von Motivation oder Loyalität noch der Nutzen oder die Wertschätzung aufseiten der Mitarbeitenden. Bei Fringe Benefits besteht zudem oft die Gefahr, dass sie von den Mitarbeitenden als Besitzstand oder mit zunehmender Dauer als Selbstverständlichkeit verstanden werden, wodurch ihre Wirkung zunehmend verpufft und Änderungen, Kürzungen oder gar der Wegfall von Fringe Benefits Frustration und Unverständnis erzeugen.

Rechtliches und Einführung von Fringe Benefits

Noch ein rechtlicher Hinweis: Fringe Benefits müssen übrigens, sofern sie als Teil des Lohns gelten, auch während einer Freistellung oder im Falle einer ungerechtfertigten fristlosen Entlassung ausbezahlt werden. Bei der Einführung von Fringe Benefits Packages ist folgendes zu beachten:

· Auf Mitarbeiterbedürfnisse und Unternehmenskultur ausrichten
· Breite, unterschiedliche Palette von veränderbaren Angeboten
· Gerechter, transparenter und nachvollziehbarer Einsatz
· Genaue Budgetierung und permanente Kostenkontrolle
· Regelmässige Überprüfung von Wirkung und Akzeptanz

Weitere Beispiele von Fringe Benefits sind

  • Übernahme von Versicherungskosten
  • Mitarbeiterrabatte bei Firmenleistungen
  • Vergütung einer Zeitschrift
  • Abschlussprämien
  • Aktien
  • Arbeitgeberbeiträge
  • Dienstwagen
  • Zinsgünstige Darlehen
  • Übernahme von Handykosten
  • Gratifikationen
  • Job-Ticket
  • Fahrgeldzuschüsse
  • Kreditkarten ohne Jahresgebühr
  • Umzugskosten
  • Personalrabatte
  • Vermögensbildende Angebote
  • Gratisparkplätze
  • Steuer- und Rechtsberatung
  • Essensvergünstigungen


Die besten Mitarbeiter erfolgreich gewinnen, entwickeln und halten

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Der Buchtitel kommuniziert es deutlich: Die Gewinnung der Besten wird auf drei Ebenen praktiziert und entschieden: Beim Finden, also der Personalrekrutierung, dem Erkennen und Entwickeln, also der Identifizierung und Förderung der qualifizierten, und leistungsfähigen Mitarbeiter mit Potenzial und last but not least, das Halten der besten Mitarbeiter, d.h. die Fähigkeit, diese Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden und sie für sich zu gewinnen.

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