10 Mega-Trends in der Personalentwicklung

Die Personalentwicklung wird angesichts der zunehmenden Bedeutung der Ausbildung, Mitarbeiterbindung, des Fachkräftemangels und zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit immer zentraler für das HRM. Einige dieser nach unserer Auffassung möglichen und tiefgreifendsten Trends finden Sie hier.

1. Perspektiven und Employer Branding

Eine professionelle und den Mitarbeitern Perspektiven vermittelnde PE wird zu einem immer wichtigeren Kriterium der Arbeitgeber-Attraktivität und des Employer-Brandings, besonders für Talente und High Potentials.

2. Zielgruppen-Fokussierung

Die Zielgruppenevaluation, also die selektive Auswahl von Mitarbeitern und Mitarbeitergruppen, wird verstärkt auf Weiterbildungsmassnahmen zur Förderung der Unternehmenskompetenzen und der Wertschöpfung, also Mitarbeitern in wichtigen Schlüsselpositionen, ausgerichtet werden.

3. Einbindung der Mitarbeiterbedürfnisse

Die Einbindung der Mitarbeiterbedürfnisse und deren Weiterentwicklungs-Ansprüche im Rahmen von langfristigen Laufbahnplanungen und systematischen Nachwuchsförderungen werden wichtiger denn je – unter dem Einbezug der Work-Life-Balance.

4. Selbstverantwortliches Lernen

Das selbst gesteuerte und selbstverantwortliche Lernen mit Holschuld und Eigenverantwortung des Mitarbeiters am Arbeitsplatz könnte ebenfalls an Bedeutung gewinnen, wenn es gelingt, die Sensibilisierung entsprechend zu steigern und die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln.

5. Lernen am „point of doing“

Der Trend führt weg von der „seminaristischen“ beruflichen Weiterbildung hin zum bedarfsorientierten, flexiblen Lernen im Arbeitsprozess und am „point of doing“ – mit Fokus auf das Performance Improvement.

6. Blended Learning

Kombiniertes „point of doing“-, Web- und E-Learning gewinnen wohl weiter an Bedeutung, da sie bedarfsgerechte, flexible Formen der Wissensvermittlung und Kosteneffizienz ermöglichen. Die internetaffinen Mitarbeiter und die Akzeptanz des Internets, auch des Web 2.0, nehmen wohl noch stärker zu

7. Just-in-time-PE-Konzepte

Just-in-time-PE-Konzepte und Arbeitsumgebungen, bei denen Mitarbeiter schnell und einfach auf Informationen zugreifen können, wenn sie benötigt werden, gewinnen wohl an Bedeutung, vor allem auch mit E-Learning-Tools und Lerncommunitys.

8. Neue Mischformen

Integration von Arbeits- und Lernformen sowie Flexibilisierung von Arbeits- und Lernzeiten führen zu neuen Mischformen von betrieblicher Weiterbildung, bei der die Grenzen von Lernen und Arbeiten sich immer mehr verwischen.

9. Die demografische Entwicklung

Sie führt zu einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, was vermehrt auch altersgerechte und stärker als bis anhin mittel- und langfristig angelegte PE-Strategien und -massnahmen erfordern wird, die auch einen wesentlichen Beitrag zur Mitarbeiterbindung leisten.

10. Praxistransfer und Kosten-Nutzen

Der Praxistransfer des Wissens und Erlernten ist zwar bei weitem nicht neu – wird und muss aber noch stärker ins Zentrum der Effizienzbemühungen und der Erfolgskontrollen von PE-Aktivitäten rücken – auch in Aspekten von Kosten-Nutzen-Verhältnissen.

 


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